Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Parchim Musiker gibt Vermächtnis weiter

Von mbei | 13.12.2016, 08:00 Uhr

Horst Reichert unterrichtet Diep Yen Dang am Keyboard. Junge Vietnamesin hatte ihren ersten öffentlichen Auftritt.

Diep Yen Dang musizierte als Solistin in einem gemeinsamen Programm mit der Tanzgruppe der Weststadtschule unter Leitung von Marion Wilzewski. Diese Gruppe, in der Kinder aus sieben Nationen mitwirken, kann sich in der Vorweihnachtszeit vor Auftrittsmöglichkeiten gar nicht retten. Und sie löst immer wieder Begeisterung aus – so auch bei dieser Weihnachtsfeier. Marion Wilzewski könnte sich vorstellen, dass sie künftig die junge Vietnamesin am Keyboard ab und zu in das Programm einbezieht.

Horst Reichert war begeistert vom ersten Auftritt seines Schützlings. Sie werde einmal in der Stadt Parchim auf der Kulturbühne stehen, sagt der 87-Jährige voraus.

Er habe das Talent des Mädchens erkannt, als es auf einem einfachen Kinderkeyboard spielte, berichtet der Parchimer. Er wollte ihr sein Wissen weitergeben und sprach mit den Eltern, ob sie einverstanden seien, dass er ihrer Tochter Keyboardunterricht gibt.

Vater Thanh Cong Dang und Mutter Giang Trinh nennen den Senior nur „Onkel Horst.“ Zu der vietnamesischen Familie habe er einen guten Kontakt, berichtet Horst Reichert. Und der Familienvater hilft ihm beispielsweise beim Kirschenpflücken. Horst Reichert gibt der zehnjährigen Tochter seit etwa einem Jahr Unterricht auf einem professionelle Keyboard. Parallel lernt die Zehnjährige inzwischen Klavierspielen an der Musikschule. Beide Richtungen - Keyboard und Klavier – waren dann auch Teil des ersten öffentlichen Auftritts von Diep Yen Dang. Sie spielte u.a. Weihnachtslieder und die „Ode an die Freude“.

Nach dem Auftritt der Kinder aus der Weststadtschule gab es noch ein kurzes Gespräch zwischen Marion Wilzewski und Wolfgang Wiesner, dem Vorsitzenden der Ortsgruppe des Blinden- und Sehbehindertenvereins. Die Idee ist, dass die Mitglieder dieser Gruppe auch die Kinder in der Schule besuchen.

Das sei eine gute Idee, so Marion Wilzewski. Denn es sei wichtig, dass die Kinder früh Menschen mit verschiedenen Behinderungen kennenlernen.