Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Parchimer Zeitung Mit Zylinder und Kaminbesen

Von petersenm | 14.01.2019, 11:59 Uhr

Schornsteinfeger aus der Region feiern Jubiläum: Rüdiger Null aus Plau ist 25 Jahre Meister

Sage und schreibe sieben Bezirksschornsteinfeger aus unserer Region, zwischen 30 und 90 Jahre alt, feiern den achten: Rüdiger Null aus Plau erhält auf den Tag genau zum fünfundzwanzigjährigen Meisterjubiläum eine Ehrenurkunde der Handwerkskammer Schwerin. Da drängen die Gäste im schwarzen Tuch sich um Stehtische und ums Buffet, da fließen Sekt und Mineralwasser und manch ein steifer Zylinder ruht abgelegt im Aktenregal. Sie alle duzen sich. „Unser Zusammenhalt ist wirklich gut“, sagt Mario Müller, der Lübzer Bezirksschornsteinfeger. Man kennt sich, obgleich die Wege bis zum Stand von heute oft auch verschlungen waren und aus der Region wegführten.

Der Jubilar – vermutlich wird er noch weitere Ehrenurkunden erhalten, da ist noch Luft nach oben – ist das beste Beispiel dafür, dass man das Wort „Laufbahn“ ruhig wörtlich nehmen kann. Noch zu DDR-Zeiten hat der heute 51-jährige Plauer die Berufsausbildung bei Karl Meier, ihm unterstand einer der beiden Plauer Kehrbezirke, begonnen. Als Geselle arbeitete Rüdiger Null anschließend für den Plauer Bezirk von Egon Krull. Während dieser drei Jahre legte er Januar 1994 auch schon die Meisterprüfung ab. Rüdiger Null war zu diesem Zeitpunkt 26 Jahre alt, plante aber schon den nächsten Schritt. „Er wollte weiterkommen“, erinnert sich Egon Krull, „und wir sind im Guten auseinander gegangen.“ In Krien bei Anklam jedenfalls konnte er 1996 seinen ersten Kehrbezirk übernehmen. Weit weg. Nach fünfeinhalb Jahren aber gelingt die Rückkehr ins heimatliche Plau.