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A24 Gefahr an der Raststätte Stolpe-Nord entschärft

Von Armin Kung | 24.07.2020, 07:00 Uhr

Aufgrund fehlender Stellplätze parkten Lkws teilweise auf der A24-Zufahrt zur Raststätte Stolpe-Nord. Eine neue Maßnahme soll die gefährliche Situation entschärfen.

Die gefährliche Verkehrssituation an der Raststätte Stolpe-Nord ist ein Stück weit entschärft. Lastkraftwagen parkten die Zufahrt von der A24 zur Raststätte zeitweise bis Autobahn hin zu, wie die SVZ im Juni berichtete.

Das Verkehrsministerium MV und das Landesamt für Straßenbau haben nun reagiert und Maßnahmen ergriffen, um dies zu verhindern. So wurde die Zufahrt derart eingeengt, dass ein Parken für Lastkraftwagen unmöglich sei.

„Durch die zusätzlichen Absperrungen ist die Strecke so eng, dass mit nur einem falschparkenden Lkw die Zufahrt versperrt wäre.“
Michael Eichert, Dezernatsleiter im Landesamt für Straßenbau

Durch die Einengung sei die Zufahrt zwar weiter passierbar, aber nur für ein Fahrzeug gleichzeitig, so Eichert weiter.

Die Verkehrsministerium stimmte seine Maßnahmen gegen falsch parkende Lastkraftwagen mit der Autobahnpolizei ab. Diese sprach noch im Juni von einer "extremen Parkplatzsituation" bei der teilweise Fahrer zum Weiterfahren gezwungen werden mussten.

"Das Problem in Stolpe-Nord hat sich mittlerweile normalisiert. Die Verkehrsschilder an der A24, die Lkw-Fahrer vor den gesperrten Stellplätzen warnen, zeigen langsam ihre Wirkung", sagt Polizeisprecher Klaus Wiechmann. Auch ein zusätzlich in Brandenburg geöffneter Parkplatz entspanne die Parksituation.

25 neue Lkw-Stellplätze

Mehr als 4500 Lkws fahren an einem durchschnittlichen Tag an Stolpe-Nord vorbei in Richtung Hamburg. Seit Ende Februar arbeiten Baufirmen an 25 neuen Stellplätzen in Stolpe-Nord. Damit werde die Zahl auf insgesamt 45 Stellplätze steigen. Auch Busparkplätze werden auf sechs verdoppelt.

Das Verkehrsministerium kündigte an, dass die Fläche neben der Total-Tankstelle noch bis Ende des Jahres bebaut wird. Offizielles Bauende ist der 18. Dezember. Der Bund als Eigentümer der Autobahnen trägt die Kosten von 2,6 Millionen Euro.

Trucker kritisieren Parkplatz-Politik

Lkw-Fahrer hoffen auf das baldige Ende des Baustelle-Spuks an der A24-Raststätte. Trucker, die in Stolpe-Nord parkten, kritisierten die Stellplatz-Politik an der Raststätte gegenüber der SVZ. Das gefährliche Parkverhalten der Brummis sei eine Folge ungenügender Stellplätze in Zeiten der Baustelle.