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Ehrung „Ich bin ein Parchimer“

Von UMIT | 16.12.2016, 05:00 Uhr

Höchste Ehrung, die Parchim vergibt: Professor Dr. Bernd Klausch trägt sich ins Goldene Buch ein

Ehre wem Ehre gebührt: Die höchste Auszeichnung der Stadt Parchim ist am Mittwochabend an Professor Dr. Bernd Klausch vergeben worden. Der vielfach engagierte Parchimer trug sich vor den Stadtvertretern ins Goldene Buch der Stadt ein. Damit ehrt die Stadt einen Mann, auf den der Spruch vom „Hansdampf in allen Gassen“ zutrifft, wie auf kaum jemand anderen. Wer in der Eldestadt vom „Professor“ redet, meint anerkennend Bernd Klausch.

„Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistungen“, sagte Stadtpräsidentin Ilka Rohr in ihrer Laudatio auf Bernd Klausch, Der Eintrag ins Goldene Buch soll die „außergewöhnlichen beruflichen und gesellschaftlichen Lebensleistungen zur Entwicklung des Krankenhausstandortes Parchim sowie seines hervorragenden persönlichen Einsatzes im Ehrenamt zum Wohle der Stadt Parchim“ würdigen.

Geboren 1940 und aufgewachsen in der Mark Brandenburg, begann Klausch 1959 sein Medizinstudium an der Universität Rostock. Dort arbeitet er als Oberarzt an der Frauenklinik. Im Jahre 1980 führt sein Weg nach Parchim. Bernd Klausch arbeitet hier als Ärztlicher Direktor und stellvertretender Ärztlicher Direktor des Kreiskrankenhauses, später der Asklepios Klinik bis zu seinem beruflichen Ausscheiden im Jahre 2005.

Stadtpräsidentin Ilka Rohr: „In dieser Funktion hatte er einen entscheidenden Anteil an der Entwicklung der Klinik. Gleichzeitig war Prof. Dr. Klausch von 1981 bis 2005 Chefarzt der Gynäkologischen Abteilung. Unter seiner anerkannten beruflichen Leitung hat die Fachdisziplin einen Stand erreicht, der weit über das normale Niveau einer Klinik dieser Größe hinausging.“

Und er ist engagierter Ehrenamtler. Seit der Gründung der Vereinigung von Frauenärzten Südwestmecklenburg im Jahre 1992 ist er Vorsitzender und gestaltet jährlich zwei Fortbildungsveranstaltungen mit hochkarätigen Referenten. Als Vorsitzender des Fördervereins der Asklepios Klinik Parchim führt Bernd Klausch Institutionen und Persönlichkeiten mit leitenden Mitarbeitern der Klinik zusammen. Ilka Rohr: „Dadurch werden die Aufgaben und Anliegen der Klinik einer breiten Öffentlichkeit vermittelt, was wiederum die Bedeutung der Klinik für unsere Stadt unterstreicht.“

Eine weitere Parchimer Erfolgsgeschichte - diesmal für kleine Leute – würde es ohne den immerfort anstoßenden Professor nicht geben: 2012 begann die Parchimer Nachwuchsakademie ihre Vorlesungen und hält bis heute durch. Parchim dürfte damit die einzige Stadt ohne Uni sein, die eine Kinderuni vorweisen kann, bei der sich hochkarätige Referenten die Klinke in die Hand geben. Schülern aller Altersstufen werden interessante Themen aus Naturwissenschaft, Technik und Gesellschaft näher gebracht. Um möglichst allen Schülern die Teilnahme zu ermöglichen, sind die Vorlesungen kostenfrei. Bernd Klausch bedankte sich für die Ehrung mit dem an John F. Kennedy angelehnten Satz: „Ich bin ein Parchimer.“ Dass auch der Bundespräsident den berühmten Parchimer Professor schon eingeladen hatte, sei nur am Rande erwähnt. Ehre wem Ehre gebührt.