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Baugebiet Regimentsvorstadt Die Uhr tickt: Erst muss der Kampfmittelräumdienst ran

Von Christiane Großmann | 09.10.2020, 16:03 Uhr

In acht Monaten soll der Schulbau in der Regimentsvorstadt starten. Obwohl die Planungen gut vorankommen, wird es eng.

Bevor in der Parchimer Regimentsvorstadt auch nur ein Spatenstich gemacht werden darf, ist erst einmal der Kampfmittelräumdienst am Zuge: Wie bereits berichtet, muss das gesamte Areal komplett nach Altlasten durchgekämmt werden. Die Ausschreibung für diese Maßnahme ist soweit vorbereitet, informierte Bauamtsleiter Frank Schmidt auf der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses. Die ganze Aktion wird weit mehr als eine Million Euro kosten.

Stadt hofft auf Sonderbedarfszuweisung

Im Rathaus ist man dennoch zuversichtlich, dass diese Summe durch eine Sonderbedarfszuweisung des Landes abgefedert werden kann. Die Crux bei der ganzen Angelegenheit: Die Stadt muss sich genau an den Verfahrensweg halten und erst das sprichwörtliche grüne Licht vom Land abwarten. Geht sie vorher in die Ausschreibung, gilt die Maßnahme als begonnen und damit würde die Stadt die Förderung aufs Spiel setzen.

In acht Monaten soll Baubeginn für die Schule sein

Die Uhr tickt: In acht Monaten soll auf der grünen Wiese in der Regimentsvorstadt der Startschuss für den Bau eines Kinder-Bildungs-Zentrums – kurz KiBiZ – fallen. Hier entsteht zunächst die neue Regionale Goetheschule. Außerdem möchte der DRK-Kreisverband an diesem Standort eine neue Kindertagesstätte errichten. Die Planungen für die ver- und entsorgungstechnische sowie die verkehrliche Erschließung des KiBiZ über die neu geplanten Straßen (Verlängerung der Dragoner- und Gneisenaustraße) befinden sich auf einem guten Weg. Gleichzeitig werden auch die Anbindung an den Südring und die Herstellung einer Bushaltestelle mit einer entsprechenden Buswendeanlage sowie eines Parkplatzes geplant.

Förderung aus dem ÖPNV-Programm in Aussicht

„An beiden Vorhaben wird derzeit parallel mit Hochdruck gearbeitet“, versichert Bauamtsleiter Frank Schmidt. Für die Errichtung der Zufahrt vom Südring einschließlich der Buswendeanlage und Haltestelle hat die Stadt Investitionskosten von etwa 950 000 Euro veranschlagt. Für dieses Vorhaben verspricht sich die Stadt eine Fördersumme in Höhe von 715 000 Euro aus dem sogenannten ÖPNV-Programm. Das Infrastrukturministerium fördert mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung Investitionen und Maßnahmen, die die Wirtschaftlichkeit, die Attraktivität, die Barrierefreiheit, die Klimabilanz oder die Infrastruktur des Öffentlichen Personennahverkehrs verbessern. Vorhaben von Kommunen und Verkehrsunternehmen werden in der Regel mit einer Förderung von 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten unterstützt. Für den Parkplatzbau müssen außerdem ungefähr 300 000 Euro aufgebracht werden.