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Grebbin Die Dorfkirche braucht Hilfe

Von Redaktion svz.de | 05.04.2019, 05:00 Uhr

Für die Sanierung von Schiff und Turm werden rund 400 000 Euro benötigt

Den Grebbinern ist ihre frühgotische Kirche sehr wichtig. Das zeigte sich bei einem Vor-Ort-Termin, bei dem es um den schlechten Bauzustand des Kleinodes ging. Denn der Buschfunk hatte funktionierte und bescherte dem Termin der Pastorin Anke Güldner mit der Kirchenkreisverwaltung hohe Aufmerksamkeit. Etliche Kirchenälteste, alteingesessene Einwohner und Vertreter des Kultur- und Kunstvereins „Quelle“ um Maik Kindler kamen an die Kirche gekommen. Das große Interesse ließ Rüdiger Liedtke staunen. Der Baubeauftragte der Kirchenkreisverwaltung zeigte die baulichen Mängel der Kirche auf. Der Feldsteinbau trägt Merkmale des Übergangs zum gotischen Baustil und wurde im 13. Jahrhundert errichtet. Besonders augenfällig ist ein langer Riss in der platten Ostwand des Chores. Das Innere des Chores wird in seiner Ostwand durch zwei, im Süden durch drei Fensterschlitze erhellt. Der Aufsatz des Altars im Chor stammt aus der Barockzeit. Das frühgotische Kirchenschiff ist nach oben mit einer flacher Balken- und Bretterdecke geschlossen. Der Turm wurde im 15. Jahrhundert aus Mischmauerwerk angebaut, er trägt drei Glocken. Die Sanierungskosten für den Turm werden aktuell auf 300 000, die der Kirche auf 100 000 Euro geschätzt. „Um das zu stemmen, ist ein langer Atem vonnöten“, verdeutlichte Liedtke. Allein die Suche nach einem Statiker und einem Planungsbüro werde geraume Zeit dauern. Bevor sich ein umfassendes Schadensbild darstellen lasse, so der Baubeauftragte, müsse die Kirche umfassend gereinigt werden. In Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalschutz sollen jetzt Zielvorgaben für ein Sanierungskonzept erarbeitet werden. Dort sollen ebenso Finanzierungsmittel beantragt werden wie beim Kirchenkreis und diversen Stiftungen. Inzwischen hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Junge seine Bereitschaft erklärt, im Haushaltsausschuss des Bundestags für Fördermittel zu werben. Nicht zuletzt werden auch von der Kirchengemeinde Klinken, wozu Grebbin zählt, Eigenmittel erwartet. Mit vielen Ideen sollen außerdem private Förderer geworben werden. Maik Kindler kündigte an, dass sich Vertreter des Grebbiner Kultur- und Kunstvereins um die Sitze im Kirchenvorstand bemühen werden, die durch Rücktritte frei geworden sind.