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Mit der Drohne übers Parchimer Land Das dritte Auge sieht deutlich mehr

Von Wolfried Pätzold | 05.11.2012, 08:57 Uhr

Mit einem Hightech-Fluggerät fotografiert und filmt Volker Köhn Gebäude und Landschaften in Mecklenburg. Das „fliegende Auge“ ermöglicht einmalige Sichten aus der Vogelperspektive.

Der Goldene Herbst hat an diesem Nachmittag alle Register gezogen: Blauer Himmel, strahlende Sonne und nur ein wenig Wind. "Das ist optimales Flug- und Fotowetter", freut sich Volker Köhn, öffnet einen mittelgroßen Koffer und holt sein futuristisch anmutendes Fluggerät heraus. Nun müssen nur noch der Hochleistungsakku eingesetzt sowie die Fernbedienung scharf geschaltet werden und schon drehen sich acht v-förmig angeordnete Propeller. Sekunden später hat die rund 60 Zentimeter große Drohne summend die Spitze der Goldenbower Mühle in rund 25 Metern Höhe erreicht. Auf einem kleinen Bildschirm kann Volker Köhn die Bilder verfolgen, die vollautomatisch von einer mitgeführten Kamera aufgenommen werden. "Das sieht ja toll aus", kommt Silke Fette, die zusammen mit ihrem Mann Peter Märzke vor sechs Jahren die Mühle gekauft und zum Quartier für Feriengäste umgebaut haben, schon beim Blick auf den Monitor ins Schwärmen. Mit scheinbarer Leichtigkeit dirigiert der Pilot vom Boden aus sein Mini-Hightech-Fluggerät, mitten durch die Mühlenflügel bis er direkt über dem Dach eine Ausgangsposition für ein ganz besonderes Foto gefunden hat. "Mit Hilfe des eingebauten Computers werde ich nun eine Kugelaufnahme von der Mühle schießen. Dazu werden 72 einzelne Bilder benötigt, die später mit spezieller Software montiert und für die Präsentation im Internet aufbereitet werden", erklärt der Makler. Damit habe er schon so manchen Hausbesitzer von der Ostseeküste bis ins Binnenland zum Staunen gebracht. Selbst Berufskollegen nehmen Köhns Service in Anspruch, denn er ist derzeit der wohl einzige Makler in Mecklenburg, der ein "fliegendes Auge" einsetzt.

So wie die Mühlenbesitzer haben rund 100 Auftraggeber, darunter die Schlossherren in Kaarz oder die Hafenbetreiber in Plau am See das "dritte Auge", schon mal angefordert.