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Bundespolizei Rostock Auch in Parchim: Großeinsatz gegen Schwarzarbeit bei Bauunternehmen

Von Britta Körber | 27.08.2019, 09:28 Uhr

Bei einem Großeinsatz gegen Schwarzarbeit haben am Dienstagmorgen 1200 Einsatzkräfte in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern gegen Verantwortliche von Bauunternehmen ermittelt.

In der koordinierten Aktion der Staatsanwaltschaft Kiel, der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Kiel, der Steuerfahndung Kiel, der Bundespolizei in Rostock sowie der Landespolizei wurden etwa 110 Wohn- und Firmenräume durchsucht.

Der Schwerpunkt lag in Bad Bramstedt und Neumünster wegen des Verdachts des schweren Sozialversicherungsbetrugs, der schweren Steuerhinterziehung, des Einschleusens von Ausländern und der Passfälschungen. Weitere Einsätze liefen in Mecklenburg-Vorpommern, davon hier in Parchim, und Hamburg. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Kiel mit.

Zahlreiche Firmeninhaber ausländischer Herkunft

Gegen zwei Verantwortliche aus betroffenen Unternehmen wurden Haftbefehle erlassen. Dabei wurden 13 Vermögen von insgesamt 4,5 Millionen Euro beschlagnahmt.

Die Ermittlungsverfahren richten sich gegen zahlreiche Firmeninhaber überwiegend ausländischer Herkunft, die über mehrere Jahre Arbeiter als Eisenflechter „schwarz“ beschäftigt und ein bundesweit organisiertes Netzwerk von Scheinfirmen aufgebaut haben sollen. Dabei sollen auch Arbeiter aus Drittstaaten, die über keine Aufenthaltstitel verfügten, eingesetzt und mit gefälschten Pässen, die sie als EU-Bürger auswiesen, ausgestattet worden sein.

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