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Meyer Getränke Arbeitsvertrag per Handschlag

Von MIGB | 17.12.2017, 09:00 Uhr

Günther Freitag und Torsten Gudat für 25-jährige Betriebszugehörigkeit bei Meyer Getränke geehrt

Das war eine echte Überraschung, als bei der kürzlichen Weihnachtsfeier im Getränkefachgroßhandel Meyer Getränke die Mitarbeiter Günther Freitag, Torsten Gudat und Holger Streu für ihre 25-jährige Betriebszugehörigkeit geehrt wurden.

Günther Freitag und Torsten Gudat trafen wir im großen Lager an, als die beiden die Lieferlisten für den nächsten Transport durchsahen. Beide sind seit 25 Jahren als Kraftfahrer tätig, Holger Streu, der als Kommissionierer arbeitet, ebenfalls. Er konnte aber auf Grund einer Krankheit nicht zum Pressetermin kommen.

Eigentlich sind Gudat und Freitag nicht so für ein Foto in der Zeitung, schließlich „machen wir doch nur unsere Arbeit“, sagt Torsten Gudat und schwingt sich dann doch auf den Gabelstapler, während Günther Freitag noch einmal die Lieferlisten vergleicht. Seit zweieinhalb Jahrzehnten sind die beiden auf den Landstraßen Mecklenburg-Vorpommerns und dem nördlichen Brandenburg zu Hause und beliefern die Kunden aus den Bereichen der Gastronomie und Hotellerie, der Fest- und Veranstaltungsgastronomie sowie dem Lebensmitteleinzelhandel und viele andere.

Alles begann vor 25 Jahren, als die Firma Meyer Getränke noch jung war und der Gründer Klaus Meyer Mitarbeiter suchte. Günther Gudat war damals beim heutigen Gut Parchim beschäftigt und hatte ab und zu bereits in der noch kleinen Firma als Fahrer ausgeholfen.

„Ich traf Klaus Meyer auf der Straße und da sprach er mich an, ob ich nicht ganz bei ihm anfangen möchte. Und letztlich haben wir einen Handschlag gemacht und das war mein Arbeitsvertrag“, schmunzelt der heute 69-Jährige, der im kommenden Jahr in den Ruhestand gehen möchte. In all den Jahren war er stets zuverlässig und fleißig und „er nahm auch unsere Lehrlinge unter seine Fittiche“, erzählt Juniorchef Julian Meyer.

Torsten Gudat erinnert sich, dass er 1992 von einem Bekannten erfuhr, dass in der neuen Firma Kraftfahrer gesucht würden. Er selbst war Schlosser und gerade ohne Job. „Auto raus, zu Meyer gefahren, zwei Hosen bekommen und angefangen“, so fasst Gudat sein Einstellungsgespräch kurz zusammen. Begannen beide seinerzeit auf alten, gebrauchten Lkw, fahren sie heute hochmoderne Laster der neuesten Generation. „Eingestellt wurde ich von Senior-Meyer und in den Ruhestand schickt mich der Junior-Meyer“, sagt Günther Freitag schmunzelnd. Er mag seinen Chef und auch dessen soziale Ader. „Er hat vielen eine Chance gegeben und etliche haben dies genutzt“, erzählen beide.

Günther Freitag und Torsten Gudat sowie der erkrankte Holger Streu, der als Kommissionierer arbeitet, gehören somit fast zu den Mitbegründern der Firma, die heute ihren Sitz im Gewerbegebiet Neuhofer Weiche hat und etwa 2500 Artikel vertreibt sowie rund 80 Mitarbeiter beschäftigt. Neuestes Standbein ist ein Online-Shop für Craft-Bier mit über 500 Sorten. Damit sind die Parchimer nach eigenen Angaben deutschlandweit Marktführer.