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Lokales

18. Dezember 2017 | 00:32 Uhr

Parchim: Zündelt hier ein Feuerteufel?

vom

svz.de von
erstellt am 12.Sep.2010 | 06:00 Uhr

Parchim | Das kann kein Zufall sein: Innerhalb von 90 Minuten brannten in der Nacht zum Sonntag in Parchim zwei Gebäude lichterloh. Polizei und Feuerwehr sind sich sicher: Hier hat ein Feuerteufel seine Hände im Spiel gehabt.

Der erste Alarm lief gestern um 2.17 Uhr auf. Die Parchimer Feuerwehr wird zum Brook gerufen, wo ein altes, seit Jahren leerstehendes Fachwerkhaus in voller Ausdehnung brennt. Bewohner der Nachbarhäuser hatten sich bereits in Sicherheit gebracht. Mit viel Technik und unter Atemschutz beginnt die Brandbekämpfung. Einige im Gefahren- und Einsatzbereich geparkte Autos müssen schnell entfernt werden. Obwohl der Großtankwagen zum Einsatz kommt und Hydranten angezapft werden, wird das Löschwasser knapp. Die Spornitzer Wehr wird nachalarmiert. Sie baut eine Wasserstrecke zur Elde auf und verstärkt den Parchimer Einsatztrupp. Inzwischen befragt die Kripo Anwohner. "Um kurz nach Mitternacht war noch nichts zu sehen oder zu riechen. Das Feuer muss sich schnell ausgebreitet haben", nährt auch ein Nachbar die Vermutung, dass es sich hier um Brandstiftung handeln könnte.

Um 3.30 Uhr dann eine erneute Alarmmeldung: Aus einem Dach einer Lagerhalle am alten Güterbahnhof von Parchim steigt Rauch auf. Zur Sicherheit holen sich die Parchimer und Spornitzer Kameraden nun noch Verstärkung aus Dütschow. Gegen 8 Uhr ist der Löscheinsatz am Brook beendet, eineinhalb Stunden später kann endlich auch am Güterbahnhof Entwarnung gegeben werden. Sieben Stunden waren die Einsatzkräfte ehrenamtlich auf den Beinen, beißendem Rauch, großer Hitze und anderen Gefahren ausgesetzt. Die einzige gute Nachricht des gestrigen Morgens: Es kam keine Person zu Schaden. Die Höhe des Sachschadens konnte gestern noch nicht konkret beziffert werden. Die Kriminalpolizei ermittelt.

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