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Schüler bringen Gedichte zu Gehör : Parchim liest - natürlich auch auf Platt

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Beim Lesefest in der Kreisstadt, dessen sechste Auflage in der nächsten Woche mit zahlreichen Aktionen begangen wird, darf natürlich niederdeutsche Lektüre nicht fehlen.

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erstellt am 11.Nov.2011 | 11:31 Uhr

Beim Lesefest in der Kreisstadt, dessen sechste Auflage in der nächsten Woche mit zahlreichen Aktionen begangen wird, darf natürlich niederdeutsche Lektüre nicht fehlen. In diesem Jahr möchten "De Plattdütschen ut Parchen" ihre Veranstaltung dem Autor Dieter Niebuhr widmen. Sie findet am Sonnabend, 19. November, um 17 Uhr in der "Hüsung" der Plattdütschen, im Zinnhaus in der Langen Straße 24, statt.

1950 in Garwitz geboren und in Parchim zu Hause, wird Dieter Niebuhr seit langem dem Kreis der besten plattdeutschen Lyriker in Mecklenburg zugerechnet. Auch Wolfgang Thieß, Vorsitzender des Parchimer Fritz-Reuter-Klubs und Mitinitiator der niederdeutschen Interessengruppe innerhalb des Vereins, fühlt sich von Niebuhrs Arbeiten stark angesprochen, die in schöner Regelmäßigkeit z. B. im renommierten "Voß un Haas"-Kalender einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Gedichte des Autors schätzt er insbesondere wegen ihrer geistreichen, auf die heutige Zeit bezogenen Pointen. Einige Kostproben werden die Plattdütschen am 19. November lesen. Dieter Niebuhr ist persönlich an diesem Nachmittag anwesend und präsentiert auch selbst einige Beispiele aus seinem Schaffen. Darüber hinaus kommen die Zuhörer in den Genuss eines Märchens in Gedichtform aus der Feder des Autors. Vorgetragen wird es von elf Sechsklässlern aus der Parchimer Fritz-Reuter-Schule, die außerdem einige Läuschen und Riemels von Rudolf Tarnow mit im Gepäck haben.

Die Wege der Plattdütschen ut Parchen und der Schüler der heutigen 6c mit ihrer Klassenleiterin Silke Kopaß kreuzten sich erstmals im vergangenen Jahr: Damals verwirklichten sie ein gemeinsames Projekt für die Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag des Dichters, nach dem die Schule auf dem Mönchhof benannt ist. Das diesjährige Lesefest bot sich förmlich an, den Faden wieder aufzugreifen. "Es macht viel Spaß, mit den Schülern zusammenzuarbeiten. Einige von ihnen sind die geborenen Plattsnacker", freut sich Wolfgang Thieß auf die Veranstaltung am 19. November vor hoffentlich zahlreichem Publikum.

Dieser Tag könnte zugleich auch weitere Impulse geben für ein Vorhaben, das der Fritz-Reuter-Klub mit seiner niederdeutschen Interessengruppe in naher Zukunft verwirklichen möchte: Im Gespräch ist die Zusammenstellung einer bebilderten Mappe mit Gedichten von Dieter Niebuhr und Illustrationen u. a. von Werner Grimmer (Parchim), Michael Gatz (Domsühl) sowie mit Fotos von Karl Greve.

Die Fritz-Reuter-Schule klinkt sich zudem noch mit zwei weiteren Veranstaltungen außer Haus in das Lesefest ein: Am Montag nächster Woche haben sich die fünften Klassen in der Stadtbibliothek angesagt. Finden sie hier doch einen schönen Rahmen, um selbst geschriebene Geschichten oder Lieblingsgeschichten vorzutragen. Einen Tag später werden im Mecklenburgischen Landestheater die Reuterschul-Sieger im Vorlesewettbewerb der 5. und 6. Klasse ermittelt.

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