Winterdienst vor erstem Einsatz : Parchim: Gewappnet gegen ersten Schnee

Schneller als im vergangenen Winter, soll Schnee abtransportiert werden.PÄTZOLD
Schneller als im vergangenen Winter, soll Schnee abtransportiert werden.PÄTZOLD

Nun wird es ernst: Die Wettermeldungen, die täglich gegen Mittag auf dem Schreibtisch bei Bernd Warncke landen, kündigen für morgen einen ersten Wintereinbruch auch in der Region an.

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23. November 2010, 10:52 Uhr

"Die Temperaturen sollen bis zum Wochenende auf minus neun Grad Celsius sinken. Und viele dürften es schon bemerkt haben, Schnee liegt in der Luft", so der Winterdienstbeauftragte der Stadt Parchim. Dies ist für ihn Anlass genug, um heute noch einmal das Winterdienstkonzept der Stadt zu überprüfen. "Mit unseren Vertragspartnern nehme ich telefonisch Kontakt auf", sagt Bernd Warncke und gibt zu, dass trotz jahrelanger Erfahrung vor dem Start in die neue Winterdienstsaison durchaus "Lampenfieber" eine Rolle spielt.

Vier Unternehmen - die Straßen- und Wegebau Schwarz GmbH, ASH Parchim, der Grüne Service und die PEG - sowie eigene Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes stehen für den Einsatz in der Kreisstadt und den Ortsteilen bereit. In Parchim müssen rund 60 Kilometer Straßen und Wege geräumt und abgestumpft werden. In Wohngebieten - den so genannten Weißbereichen - sind die Anlieger meist selbst verantwortlich. Im letzten Winter mussten aber auch hier die Schneemassen mit schwerer Technik abtransportiert werden.

Schwarze Schafe sitzen "weiße Pracht" aus

Die Stadt Parchim ist weiterhin für mehr als 40 eigene Grundstücke zuständig. "Obwohl die meisten privaten Eigentümer ihre Pflichten ernst nehmen, gibt es erfahrungsgemäß schwarze Schafe, die den Schnee vor ihren Häusern aussitzen und damit andere gefährden", beklagt Bernd Warncke. Das ruft dann die Mitarbeiter des Parchimer Ordnungsamtes auf den Plan.

Die kommenden Nächte könnten für Bernd Warncke kurz werden. "Bei Wintereinbruch mache ich mich morgens um zwei Uhr auf Kontrollfahrt. Ab drei Uhr startet bei Bedarf die schwere Technik, die für Straßen zuständig ist. Eine Stunde später werden vereiste oder verschneite Gehwege in Angriff genommen. Bis zum Berufsverkehr muss das meiste erledigt sein", so der Experte. "Kraftfahrer sind gefordert, sich auf winterliche Straßenverhältnisse einzustellen. Dazu gehören unbedingt Winterreifen und ein angemessener Sicherheitsabstand. Unnötige Fahrten sollten unterlassen werden", sagt Warncke und appelliert, die Einsatzfahrzeuge nicht zu behindern.

Im zurückliegenden Winter sind in Parchim rekordverdächtige 54 Einsatztage gezählt worden. "Wir hoffen, dass sich Prognosen eines zweiten harten Winters nicht erfüllen. Das würde uns teuer zu stehen kommen", so Warncke.

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