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Lokales

16. Dezember 2017 | 10:25 Uhr

Parchim erlässt Pang Teil der Kaufsumme

vom

svz.de von
erstellt am 13.Mai.2010 | 05:49 Uhr

Parchim | Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Der Landkreis Parchim schreibt einen zweistelligen Millionenbetrag aus der Privatisierung des Flug hafens in den Wind. Den 12,25 Millionen Euro, die bis Sommer 2008 beglichen wurden, soll noch eine Barzahlung von fünf Millionen Euro folgen, ab 30. September in fünf gleichen Jahresraten. Weitere Gelder fließen nicht in die öffentliche Hand.

Einen entsprechend geänderten Privatisierungsvertrag des Landkreises mit der LinkGlobal-Gruppe hat der Kreistag in dieser Woche

gebilligt. Darin wurden auch Investitionen von mindestens 7,7 Millionen Euro in die Ausstattung des Flughafens vereinbart. An erster Stelle steht hier der Tower, dessen Bau durch den chinesischen Investor Jonathan Pang aber ohnehin notwendig gewesen wäre und für den die Vorbereitungen bereits abgeschlossen sind. Ziel ist es, diese Vorhaben bis spätestens Ende nächsten Jahres umzusetzen. Der Investor verpflichtet sich außerdem, für sämtliche Kosten aufzukommen, die durch eine weitere Erschließung und Planung in dem Gewerbegebiet anfallen, ausgenommen die geplante Zubringerstraße am westlichen Kreisel. Erlöse aus dem Verkauf von Gewerbeflächen an Dritte erhalte der Landkreis anteilig. Diese Regelung gelte für die nächsten zehn Jahre und greife dann, wenn der Quadrat meterpreis bestimmte Größenordnungen übersteige.

Unter dem Strich stehen für den Landkreis aber, gemessen am ursprünglich festgelegten Kaufpreis von 30 Millionen Euro, 12,75 Millionen als Minus. "Natürlich sind wir darüber nicht glücklich", räumte Andreas Neumann, Dezernent in der Kreisverwaltung, gegenüber SVZ ein. "Aber es ging darum, den Flughafen am Leben zu erhalten und ihm Entwicklungschancen zu geben." Derzeit seien dort

29 Mitarbeiter beschäftigt, weitere Arbeitsplätze sollen folgen.

Nach Zahlungsverzögerungen sei in den letzten Wochen intensiv nach Lösungen gesucht worden. Der Landkreis hatte auf Zusagen des Investors bestanden, die seine Leistungsfähigkeit nicht überfordern und einzuhalten sind. Landrat Klaus-Jürgen Iredi wertet die Modifizierung des Vertrags als tragfähigen Kompromiss. "Mit dieser Vereinbarung ist das Machbare für den Landkreis erreicht. Regelungen, die nicht erfüllt werden können, nützen keinem. Wir haben nach wir vor großes Vertrauen in den Investor", so Iredi.

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