Panne bei Grundbuchdaten

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11. August 2009, 08:51 Uhr

Schwerin | Peinliche Panne im Justizministerium und im landeseigenen Datenverarbeitungszentrum: Ein USB-Stick mit den kompletten Datensätzen der Grundbuchämter der Amtsgerichte Ribnitz-Damgarten und Demmin ist zwischen dem 6. und 9. März verschwunden. Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen, die am 27. Juli eingestellt wurden, ergaben keine Erkenntnisse über den Verbleib des Datenträgers, teilte ein Sprecher der Schweriner Ermittlungsbehörde gegenüber unserer Redaktion mit.

Erst gestern informierte das Justizministerium die Öffentlichkeit über den Verlust. Das Ministerium hatte sich auf Informationen des Software-Herstellers verlassen, wonach die 34 000 Daten auf dem Stick von Unbefugten nicht ausgelesen werden können, teilte eine Sprecherin des Hauses mit. Dies hat sich allerdings als Irrtum erwiesen, bestätigte gestern der Landesbeauftragte für den Datenschutz, Karsten Neumann. Darum will das Ministerium durch eine Mitteilung im amtlichen Anzeiger sowie durch Aushang an den Gerichten betrof fene Grundstückeigentümer informieren. Bei den Daten handelt es sich u. a. um An gaben zu Kreditbelastungen, Grundschulden und um Geburtsdaten. Das Datenverarbeitungszentrum wollte sich gestern nicht zu dem Vorfall äußern.

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