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Lokales

19. November 2017 | 02:11 Uhr

Pampower Firma wächst bis Schweden

vom

svz.de von
erstellt am 12.Okt.2010 | 06:36 Uhr

Pampow | Als Hubertus Schöndube vor 20 Jahren den Sprung in die Selbstständigkeit wagte, war viel Neuland zu beackern. "Mit dem PMS, dem Plastmaschinenwerk Schwerin, in dem ich bis dahin beschäftigt war, ging es nach der Wende zu Ende. Da habe ich mich gefragt, was wohl Zukunft haben könnte. Das war Kommunikations- und Sicherheitstechnik. Nach Kontakten mit der Staader Firma NDB habe ich mit einem Partner in Schwerin eine eigene Firma, die Mecklenburgische Elektro- und Kommunikationstechnik GbR gegründet. Aus dem Zwei-Mann-Unternehmen von damals ist mittlerweile ein solides mittelständisches Unternehmen mit mehr als 70 Beschäftigten geworden", erzählt Schöndube.

Doch einfach war dieser Weg nicht. In einem Dachgeschoss in der Lübecker Straße saß die Firma damals. Heute hat sie einen eigenen großen Unternehmenssitz im Pampower Gewerbegebiet. Und sogar eine eigene Niederlassung in Schweden. "Wer in Skandinavien Aufträge bekommen will, muss da auch einen Firmensitz haben. Uns bot sich 2007 die Chance, einen lukrativen Auftrag in Schweden zu bekommen, deshalb haben wir in Malmö eine Niederlassung gegründet", berichtet Schöndube. Andere Sicherheitsstandards seien heute kein Problem mehr, auch nicht die Entfernung durch die Fährverbindung.

Dank der Größe des Betriebes und der Breite des Arbeitsspektrums habe das Unternehmen sogar die globale Wirtschaftskrise schadlos überstanden, berichtet der geschäftsführende Gesellschafter. "Dies macht uns für Großaufträge interessant, viele Kunden lieben es, alle Leistungen aus einer Hand zu bekommen - von Schwach- bis Starkstrom und die Wartung noch dazu." Bei großen Industrieobjekten wie Flamm und Sojaland habe seine Firma alle Elektroinstallationen bis hin zu Sicherheitstechnik und Blitzschutz übernommen, aber auch Überwachungstechnik auf Großparkplätzen wie etwa neben dem Bahnhof installiert oder große und kleine Photovoltaik-Anlagen eingebaut. "Wenn zum Beispiel ein Kunde neue Auflagen für den Brandschutz bekommt, können wir alles übernehmen, von der Planung über den Umbau bis zur späteren Wartung der Brandmeldeanlagen", erläutert Schöndube.

Ganz besonders stolz ist er auf die Lehrlingsausbildung, die seit 20 Jahre in seiner Firma Tradition hat. "Wir haben derzeit 22 Azubis, die Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Technischer Betriebswirt oder Bürokaufmann lernen. Wer gut ist, wird übernommen", sichert der Geschäftsführer zu. Bewerbungen nehme er noch entgegen. Ärgerlich sei nur, dass die Elektroniker- und Bürokaufmann-Azubis seit dem Lehrjahr 2010 für den schulischen Teil nach Parchim fahren müssen. Das sollte die Politik rückgängig machen, denn es schwäche den Ausbildungsstandort Pampow, so der Geschäftsmann. Schließlich würden die Unternehmer auch die Politik unterstützen, NDB etwa mit dem internationalen Jugendaustausch durch Auslandspraktika oder der Unterstützung des Leonardo-Programms der Europäischen Union.

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