Pampow auf Wachstumskurs

<fettakgl>Ziehen den Hallenneubau hoch</fettakgl>: Uwe Gollasch und Heiko Artelt von der Firma Burger Metall- und Stahlbau. <foto>Werner Mett </foto>
Ziehen den Hallenneubau hoch: Uwe Gollasch und Heiko Artelt von der Firma Burger Metall- und Stahlbau. Werner Mett

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06. Juli 2010, 09:02 Uhr

Pampow | Das Baugeschehen im Pampower Gewerbegebiet neben der B 321 macht deutlich: Von Krisenstimmung kann hier nicht die Rede sein. Das Areal zwischen Ortsumgehung, Fährweg und Ahornstraße wurde bereits vor Jahren für Gewerbeansiedlungen erschlossen. Doch bis auf ein Bürogebäude befand sich hier bislang nichts. Nun ziehen Bauleute aus Burg eine große Halle und Verkaufsräume für ein norddeutsches Großhandelsunternehmen hoch, das mit Ersatzteilen für Pkw, Nutzfahrzeuge und Anhänger sein Geld verdient. Bislang gibt es eine Niederlassung dieser Firma in Schwerin, doch die liegt abseits, und dort ist es zu eng geworden. "Letztlich war es die Toplage direkt an der Umgehungsstraße, die das Unternehmen nach Pampow brachte", freut sich Bürgermeister Hartwig Schulz.

Gebaut wird seit April, Einweihung soll im Herbst gefeiert werden. Diese Ansiedlung hat Folgen: Plötzlich waren die Gewerbegrundstücke an der B 321 gefragt. Die Gemeinde konnte nicht mehr alle Wünsche erfüllen. Wichtig ist dem Bürgermeister aber, dass ortsansässige Firmen zum Zuge kommen, damit sie nicht nur in Pampow bleiben, sondern hier bessere Rahmenbedingungen erhalten. Daher ist es kein Zufall, dass ein Fliesenmarkt hierher umzieht. Und auch ein bekanntes Modegeschäft aus Pampow hat sich auf dem Areal ein Grundstück für einen Neubau gesichert.

Die Entwicklung des Gewerbeareals trägt zudem dazu bei, dass sich an der Ahornstraße das neue Dorfzentrum von Pampow weiter entwickelt. Hier ließ die Gemeinde das neue Feuerwehrhaus bauen. Das große Einkaufszentrum mit einen Discounter wurde erst vor zwei Jahren erweitert. Nun zieht der andere Lebensmittelhändler nach und vergrößert sein Geschäft ebenfalls. "Das sind alles positive Effekte der Umgehungsstraße", meint Hartwig Schulz.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Zwar fließt nun der Verkehr zwischen Schwerin und der A 24 auf der neuen B 321 an Pampow vorbei, doch mit der jetzigen Verkehrsführung auf der Ost-West-Tangente sind die Pampower unzufrieden. Wer von Holthusen nach Stralendorf will, muss sich durch Pampow schlängeln. Zudem haben sich zwei Kreuzungen zu Unfallschwerpunkten entwickelt. Mit einer neuen Straße südwestlich um Pampow herum will die Gemeinde beide Gefahrenstellen entschärfen. Konkret geht es um eine Verlängerung des Steinweges, der vom Gewerbegebiet Holthusen kommend südlich von Pampow auf die B 321 mündet. Hier gab es in den zurückliegenden Jahren schwere Unfälle - aus unerklärlichen Gründen. Riesige Stoppschilder, Tempolimit, Kontrollen: Hier wurde viel versucht.

Der Kreis Ludwigslust ging zudem schon vor Jahren daran, an dieser Stelle eine Verlängerung des Steinwegs über die B 321 hinaus bis zur Stralendorfer Chaussee zu planen. "Für den Ausbau dieser Kreuzung und den Bau der Straße hat der Kreis aber kein Geld", weiß Hartwig Schulz. Darüber ist der Bürgermeister sehr enttäuscht, denn die Gemeinde erhofft sich eine große Entlastung und mehr Sicherheit von dieser Trasse. Denn auch der zweite Unfallschwerpunkt auf der so genannten Sparkassen-Kreuzung mitten im Dorf könnte so entschärft werden. "Wenn der Verkehr auf dem Steinweg rollt, haben wir nicht so viele Autos im Dorf", ist Schulz überzeugt. Die Gemeinde ist daher bereit, die Straße selbst zu bauen: "Falls wir dafür Fördermittel bekommen", schränkt Schulz ein. Die konkreten Planungen dafür könnten dann noch in diesem Jahr beginnen.


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