zur Navigation springen
Lokales

25. November 2017 | 03:20 Uhr

Orte des Glücks - Hagenow

vom

svz.de von
erstellt am 12.Jan.2011 | 10:29 Uhr

Es gibt viele Orte, an denen Menschen restlos glücklich sind. Manchmal sind es unscheinbare Plätze, die auf den ersten Blick gar nicht besonders auffallen.

Viele Männer sind glücklich und zufrieden, wenn sie in ihrem etwas unordentlichen Hobbykeller an einer Modelleisenbahn herumschrauben. Dort finden sie am meisten Ruhe, tanken am meisten Kraft, empfinden im Kleinen die größten Glücksmomente. Und viele der an verborgenen Orten Glücklichen wissen genau, was die Schriftstellerin Pearl S. Buck meint, wenn sie sagt: "Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das Große vergebens warten." Bestenfalls kann auch die Arbeitsstelle zu einem Ort des Glücks werden. Der ein oder andere hat sein Hobby zum Beruf gemacht, verlässt morgens das Haus gerne, um zur Arbeit zu fahren. Und wenn Mark Twain auffordert: "Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden", dann gilt das vielleicht auch für die Orte des Glücks: Gib jedem Ort die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. Auch öffentliche Orte haben das Potential zum Glücklichsein. Dem Lieblingsclub im ausverkauften Fußballstadion zuzujubeln, führt nachweislich zum Ausstoß von Glückshormonen. Es ist eben so, wie der Theologe Albert Schweitzer es formuliert hat: "Das Glück kann man nur multiplizieren, indem man es teilt."

Schöne Stunden im Gemeindehaus mit den Kindern

Glücklich bin ich Zuhause, im Garten und bei meiner Arbeit im Jugendclub. Ich brauche die Gesellschaft. Wenn ich im Urlaub bin, freue ich schon wieder auf meine Arbeit mit den Kindern im Jugendclub, die hier täglich betreut werden. Der Jugendclub befindet sich im Gemeindehaus Pätow. Hier haben wir gute Bedingungen für die bis zu 15 Kinder, die täglich kommen. Es macht mich glücklich, zu helfen, für die Kinder dazusein, mit ihnen zu reden, ihnen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu geben. Es ist ein schönes, ein glückliches Gefühl, gebraucht zu werden. Vera Sandfort, Pätow-Steegen, 52 Jahre, Jugendhelferin

Orte des Glücks allein in weiter Ferne erleben

Meine Orte des Glücks finde ich in der Natur. Schon in meiner Jugend bin ich mit dem Fahrrad durch die Wälder gefahren, habe unter einer Bauplane geschlafen und nachts die Wildschweine mit einem Blitzknaller vertrieben. Ein Einfamlienhaus mit Garten – nein, das wäre nichts für mich. Als Kind habe ich vom Leben in einem Bauwagen geträumt. Heute radle ich um die Welt, verzichte dabei gern auf ein Zelt und übernachte unter freiem Himmel und Palmen. Auf meine erste Afrikareise habe ich nur ein Moskitonetz und eine Plane mitgenommen. Nicht das Ziel der Reise ist mein Glück, sondern der Weg dorthin. Jens Hübner, lebt in Berlin und wuchs in Wittenburg auf.

Fühle mich wohl bei meiner Familie und im Kreise der Musiker

Glücklich bin ich zu Hause, bei meiner Frau, meiner Familie, zu der Enkel Lennard und Enkelin Merle gehören. Glückliche Momente und Erlebnisse habe ich auch mit den Musikern erlebt, zum einen im Posaunenchor Neuhaus und zum anderen bei den „Fröhlichen Elbbergmusikanten“, denen ich nun schon seit vielen Jahren als künstlerischer Leiter vorstehe. Wohl fühle ich mich auch, wenn wir mit den Musikern auf Reisen gehen, unvergesslich die Konzerte in den USA. In meiner Arbeit als Küster der Neuhauser Kirche finde ich ebenso Erfüllung, und zum Glück habe ich ja meine Frau, ohne deren Unterstützung ich das alles gar nicht machen könnte. Reinhard Frehse, Musiker, Neuhaus

Magische Momente in der Dunkelkammer

Klingt sicher befremdlich, wenn man seine Freizeit in dunklen Kellerräumen verbringt, um alte Kameras, Filmvorführgeräte oder Diaprojektoren zu pflegen. Dennoch gibt es für mich keinen schöneren Ort, um mit Gleichgesinnten zu fachsimpeln oder die Leidenschaft an der Fotografie zu teilen. Vor meiner Mitgliedschaft im Verein „Dunkelkammer Rastow“ lief ich Gefahr, die altbewährte analoge Technik, mit der ich unzählige Erinnerungen verbinde, aus den Augen zu verlieren. Zum Glück haben auch die vielen Besucher der „Dunkelkammer“ Freude an unserer Arbeit, die die Entwicklung der magischen Augenblicke des Fotografierens demonstriert. Tilo Röpcke, Lehrer , Zachun

Mein Elternhaus ist der Stammsitz für unsere Familie

Der Ort meines persönlichen Glücks ist bei meinen Eltern zu Hause in Neustadt in Holstein. Neben meinem Zuhause in Mölln ist das Haus meiner Familie dort der Ort, wo ich mich sehr wohl fühle. Dort werden zuweilen meine Kindheitserinnerungen wach, und auch für meine Kinder ist das Haus meiner Eltern ein guter Ort. Oma und Opa kümmern sich dann um meine Kinder, und das finde ich schön. Außerdem trifft sich dort auch immer wieder unsere Familie. Mein Elternhaus, das übrigens von Generation zu Generation immer weiter vererbt wird, ist für mich und meine Familie der Mittelpunkt des Lebens. Susann Stolz, Grundschullehrerin, Vellahn

Park ist Ruhepol und Freudesquelle zugleich

Der Park in Dammereez ist ein Ort des friedlichen und leisen Glücks. Die einheimischen und exotischen Gehölze stehen als Zeugen für die Vielfältigkeit und Beständigkeit unserer Natur. Eine kleine künstliche Landschaft - ganz weit weg von den täglichen Problemen. Für mich ist der Dammereezer Park ein Ruhepol und eine Freudesquelle zugleich. Am schönsten ist der Frühling mit den wunderbaren Farben der Blüten und des jungen Laubs. Bestechend ist der Kontrast zwischen der roten Blutbuche, der Goldeiche und der hellgrünen Färbereiche. In den grauen Tagen ist die Vorfreude darauf besonders groß. Hens-Henning Petersen, Dammereez

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen