Oldtimer boten eindrucksvolle Kulisse

Kam gut an: Wer nicht selbst mit seinem Oldtimer unterwegs war, konnte in diesem altehrwürdigen Bus nach Dömitz fahren. Brezeltante Danilea Wagner plauderte mit den Teilnehmern über die Region.hanno taufenbach
Kam gut an: Wer nicht selbst mit seinem Oldtimer unterwegs war, konnte in diesem altehrwürdigen Bus nach Dömitz fahren. Brezeltante Danilea Wagner plauderte mit den Teilnehmern über die Region.hanno taufenbach

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19. Juni 2010, 01:57 Uhr

Lenzen | Uta und Hartmut Leupacher, Organisatoren des im Rahmen des Lenzener Stadtfestes stattfindenden 3. typenoffenen Oldtimer- und Altlaster treffens der Norddeutschen H6-Freunde, waren mit ihrer Veranstaltung am vergangenen Wochenende durchaus zufrieden. Über 120 Fahrzeuge boten "Am Bahndamm" eine imposante Kulisse für die allerdings spärlich vorbeischauende Besucherschar. "Unser Konzept ist aufgegangen. Die Teilnehmer haben sich bei uns durchweg wohl gefühlt, vor allem die familiäre Atmosphäre gelobt", freuten sich die beiden Vereinsmitglieder über die Wertschätzung der Gäste.

Angenehm überrascht waren die Mitveranstalter des Stadtfestes auch, "von wo die Leute überall herkamen." Aus ganz Norddeutschland, Sachsen und Sachsen-Anhalt chauffierten die Teilnehmer ihre betagten Fahrzeuge nach Lenzen. Weiteste Anreise hatte Peter Keldern. Er nahm die 810 Kilometer lange Strecke aus dem holländischen Nederhorst den Berg in seinem Volvo-Lkw mit Anhängerzug auf sich. Auch der 80-jährige Gerhard Ludwig, ältester Teilnehmer des Oldtimertreffens, aus Bitterfeld wollte mit seinem H6-Speditions-Pritschenwagen dabei sein.

"Ältestes und wohl auch imposantestes Fahrzeug war ein Horch-Sonder-Kfz 15, ein 8-Zylinder V-Kübelwagen aus dem Jahr 1938", meint Hartmut Leupacher mit glänzenden Augen. Höhepunkt für die Teilnehmer war aber die samstägliche Ausfahrt nach Dömitz mit 40 Fahrzeugen. "Das war schon ein super Tross", freute sich Uta Leupacher angesichts der ungewöhnlichen Karawane. Gut kam auch das eigens für die Frauen der Oldtimerfreunde organisierte Programm mit geführter Stadtrundfahrt und Besuchen in der Burg, Filzschauwerkstatt, Hofladen oder DDR-Museum an. "Viele waren begeistert von der touristischen Vielfalt und wollen mit ihren Familien in Lenzen noch einmal Urlaub machen", sieht Uta Leupacher einen positiven Nebenaspekt.

Nicht so glücklich waren die Leupachers über die Terminverschiebung des Stadtfestes von August in den Juni. Aus diesem Grund musste bereits das Drachbootrennen abgesagt werden. Zahlreiche andere Veranstaltungen kollidierten am vergangenen Wochenende mit dem Lenzener Treffen.

"Viele Clubs, die bei uns dabei sein wollten, mussten ebenfalls absagen oder sich teilen, obwohl sie gern dabei gewesen wären. Die Leute haben sogar gelost, wer nach Lenzen fahren darf", erklärte Hartmut Leupacher, Vereinschef der Norddeutschen H6-Freunde. Für die Veranstalter ein Zeichen, dass das Treffen sich auf der Überholspur befindet. "Wir werden unsere Veranstaltung deshalb im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder am zweiten Augustwochenende durchführen."

Für die vierte Auflage des Oldtimertreffens haben sie bereits Ideen im Kopf. Es wird einen Teilemarkt geben. Zudem soll der weltweit wohl einmalige Mannschaftswettbewerb im H6-Schieben ausgedehnt werden. Und auch das parallel stattfindende Treffen für Freunde französischer Automarken, das diesmal an der Badeanstalt Station machte, wird wieder näher an das Oldtimertreffen rücken.

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