Laage : Oberaigner: Baustart noch dieses Jahr

Animation des neuen Produktionsstandortes von Oberaigner im Airpark Laage: Es entstehen eine 16 000 Quadratmeter große Montagehalle, ein 5000 Quadratmeter großes Warenlager und ein Bürogebäude.
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Animation des neuen Produktionsstandortes von Oberaigner im Airpark Laage: Es entstehen eine 16 000 Quadratmeter große Montagehalle, ein 5000 Quadratmeter großes Warenlager und ein Bürogebäude.

Die Ansiedelung des österreichischen Spezialfahrzeug-Herstellers Oberaigner im Gewerbe- und Industriegebiet Airpark Laage rückt näher. "Es ist alles geklärt und es geht noch dieses Jahr los", verkündet Mimra.

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30. November 2010, 11:21 Uhr

Der Bauantrag für die rund zehn Hektar große Fläche im Airpark werde demnächst eingereicht, um mit den Erdarbeiten beginnen zu können. Zuvor werde noch der Kaufvertrag über das Grundstück, dem die Laager Stadtvertreter vor kurzem zugestimmt haben, unterzeichnet. Im Herbst 2011 soll der neue Oberaigner-Produktionsstandort komplett fertig sein. Rund 30 Millionen Euro investieren die Österreicher und wollen langfristig 200 Arbeitsplätze schaffen.

"Es wird aktuell bereits in großer Zahl Personal akquiriert", so Mimra. "Unsere Mitarbeiter sind unser Kapital. In MV können wir auf gute Leute zurückgreifen und haben uns daher auch für Rostock-Laage entschieden." Schon nächste Woche finden im oberösterreichischen Nebelberg, Stammsitz des Unternehmens, die ersten Bewerbungsgespräche mit 40 Bewerbern statt. "Die neuen Mitarbeiter werden dann zunächst in Österreich geschult. Wir streben auch einen Austausch zwischen Nebelberg und Laage an", sagt Mimra. Der neue Produktionsstandort im Airpark wird wesentlich größer als der bereits vorhandene in Österreich. Hier arbeiten zurzeit 160 Mitarbeiter. Oberaigner will seine Kapazitäten also mehr als verdoppeln.

Oberaigner zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Kleinserien-Allradgetrieben und ist einer der am stärksten wachsenden Industriebetriebe Oberösterreichs. Das Unternehmen ist insbesondere auf Nischenprodukte spezialisiert und konzentriert sich auf Stückzahlen mit bis zu 10 000 Einheiten pro Jahr. Als Partner der Daimler AG wurde unter anderem der Allradantrieb für einige Fahrzeugmodelle entwickelt. In der neuen Betriebsstätte soll zunächst der Allradantrieb des Mercedes-Benz-Modells "Sprinter" produziert und in das Daimler-Werk Ludwigsfelde bei Berlin geliefert werden.

Doch Oberaigner plant nach eigenen Angaben noch mehr in Laage: "Langfristig wollen wir hier ein Flugzeug entwickeln und produzieren", sagt Mimra. Es handelt sich um ein zweimotoriges Geschäftsreise-Flugzeug. "Eine komplette Eigenentwicklung mit einem ganz neuen Antriebskonzept", unterstreicht er.

Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) hatte der Firma vergangene Woche im oberösterreichischen Nebelberg eine Förderzusage für die Investition im Airpark Laage überreicht. Auf 16 000 Quadratmeter entstehen hier eine große Montagehalle, dazu ein 5000 Quadratmeter großes Warenlager und ein Bürogebäude. Doch Mimra betont: "Wir kommen nicht wegen der Förderung nach Mecklenburg-Vorpommern." Man brauche die Förderung zwar, aber letztendlich müsse sich das ganze Projekt für Oberaigner rechnen.

Wichtig für das Unternehmen sei bei der Entscheidung für Laage in erster Linie gewesen, dass die benötigten Fachkräfte hier im Nordosten vorhanden seien. "Bei uns in Österreich bekommen wir hingegen kaum noch Fachkräfte. Das Personalangebot ist stark begrenzt", sagt er.

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