zur Navigation springen
Lokales

22. August 2017 | 18:53 Uhr

Oasen zum Ruhen und Genießen

vom

Lanz | Sie hat einen Platz für das Frühstücksbrötchen, für die Mittagskartoffel und natürlich auch den Nachmittagskaffee. Gar nicht von den Abenden im Garten zu reden. Und Platz zum Sonnen ist zudem. Bei sechs Sitzecken findet Elke Madauß immer das richtige Fleckchen in ihrer grünen Oase hinterm Haus in Lanz. Ob Rosen oder grüne Stauden, ob mediterran oder mehr Prignitzer Bauerngarten, "ich habe von allem etwas, so richtig gemischt", erzählt sie. Nein, als Arbeit empfindet sie den Garten nicht, auch wenn "ich manchmal schon drei bis vier Stunden am Tag hier werkele". Aber das merke sie gar nicht, es mache einfach Spaß, "ist Erholung für mich, Ausspannen nach der Arbeit". Denn Elke Madauß ist im wahrsten Sinne des Wortes "nur" Hobbygärtnerin, geht die Woche über einer Arbeit nach beim DRK Prignitz in Perleberg. "Da kann es schon vorkommen, dass ich manchmal abends im Dunkeln noch draußen stehe und gieße", beschreibt sie ihren Tagesablauf.

Gestern aber gilt ihre ganze Aufmerksamkeit einzig und allein dem Garten und dessen Besuchern. Denn Elke Madauß beteiligt sich wie 13 weitere Prignitzer Hobbygärtner am Tag des offenen Gartens. Und natürlich ist der Tisch für die Gäste schon eingedeckt, stehen Kaffee, Tee und Plätzchen bereit. Dafür hat die Lanzerin eine überdachte Sitzecke ausgewählt wegen der dunklen Wolken am Himmel. Am Tag des offenen Gartens beteiligt sich Elke Madauß bereits zum vierten Mal. Denn gern zeigt sie anderen, was sie sich hinterm Haus geschaffen hat, ist nicht nur an deren Meinung interessiert, sondern auch an der einen oder anderen Anregung. "Im vergangenen Jahr habe ich deshalb mal ausgesetzt und bin selbst auf Gartentour gegangen, war in Cumlosen, in Wittenberge und auch in Berge, denn da hatten ja ganz viele ihre Gärten geöffnet.

Nur einige Straßen weiter in Lanz hat auch Ilse Peukert die Gartenpforte geöffnet. Sie zeigt, und das bereits zum zweiten Mal, ihre grüne Oase im Innenhof. "Ich bin ein großer Freund der Frühlingsblüher, vor allem auch des Vergissmeinnicht. Da kann ich mich immer schlecht trennen, wenn eigentlich schon die Sommerblumensaison beginnt", verrät die Seniorin. Der Tag des offenen Gartens sei deshalb ein guter Termin gewesen. "Da musste ich endlich etwas tun", gibt sie lächelnd zu. Und dann kommt auch schon die erste Besucherin, bewundert den Bauerngarten mit vielen Blumenstauden der unterschiedlichsten Art aber auch dem Gemüse mittendrin wie Zucchini, Gurken oder Kräutern. "Ich baue an, was man in der Küche so braucht", erklärt Ilse Peukert. Und die Besucherin findet auch gleich Stauden, von denen sie gern Ableger hätte.

Seit zwölf Jahren wohnt sie hier, und in dieser Zeit gestaltete sie sich auch ihren Bauerngarten. Und weil sie "alles mag, was gesund macht", baut sie auch Exoten an wie die Honig- oder die Goibeere an. "Letztere ist allerdings beim ersten Mal nicht angewachsen, das muss ich noch einmal versuchen". In der Küche duftet es derweil schon nach frischem Kaffee. Auf dem Tisch steht Streuselkuchen und im Kühlschrank Erdbeersahnetorte. "Alles für die Besucher. Vor zwei Jahren hatte ich 15 Schaulustige zu Gast. Das war eine ganz gute Zahl. Mal sehen, wie der Zuspruch in diesem Jahr ist", sagt sie. Bleibt dazwischen Zeit, ist es auch gut, denn im Vorbau steht noch eine große Schüssel mit Erbsenschoten, die entleert werden müsse. Versteht sich von selbst, dass sie aus eigener Ernte sind.

zur Startseite

von
erstellt am 19.Jun.2011 | 06:48 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen