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Schatzmeister Gerhard Kröger quittiert den Dienst : NWM: Weiterer Rücktritt in der Kreis-CDU

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Weiterer Paukenschlag in der CDU: Nach dem Rücktritt des Kreisvorsitzenden Dr. Hans-Heinrich Uhlmann hat auch der Herr der Finanzen seinen Ehrenamtsposten im Wahljahr 2011 zur Verfügung gestellt: Gerhard Kröger.

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erstellt am 21.Mär.2011 | 06:25 Uhr

Gadebusch | Weiterer Paukenschlag in der CDU: Nach dem Rücktritt des Kreisvorsitzenden Dr. Hans-Heinrich Uhlmann hat auch der Herr der Finanzen seinen Ehrenamtsposten im Wahljahr 2011 zur Verfügung gestellt: Gerhard Kröger. Der 53-jährige Unternehmer aus Gadebusch trat als Schatzmeister und Mitglied des CDU-Kreis-Vorstandes zurück. Er begründete diesen Schritt mit der fehlenden Unterstützung durch die Geschäftsführung. "Es hat sich herauskristallisiert, dass die Zuarbeit unzureichend war", sagte das langjährige CDU-Mitglied am Sonnabend in Gadebusch. Stunden zuvor hatte bereits der Rücktritt des Kreisvorsitzenden Uhlmann aus Dalberg für Unruhe in der CDU gesorgt.

Inzwischen wird immer deutlicher, dass Uhlmann offenbar systematisch geschwächt werden sollte. Er sei von eigenen Parteimitgliedern im Stich gelassen worden und habe letztlich keinen Spielraum mehr gehabt. "Ein eindeutiger Loyalitätsbeweis pro Uhlmann blieb aus", so ein CDU-Mitglied. Aus Kreisen der Christdemokraten hieß es weiter: Manche hätten die Befürchtung, dass die CDU nach der Kreisgebietsreform nicht mehr bei der Vergabe von Verwaltungsposten berücksichtigt werden könnte. Denn Uhlmann ist einer der schärfsten Kritiker von SPD-Landrätin Birgit Hesse, die sich im September erneut zur Wahl stellt. Ihr Herausforderer ist dann der Lüdersdorfer Bürgermeister Prof. Dr. Erhard Huzel. Er hatte nach Uhlmanns Rücktritt vorerst die Amtsgeschäfte übernommen.

An Spekulationen jeglicher Art will sich der Gadebuscher Gerhard Kröger nicht beteiligen. Er machte nach seinem Rücktritt aus dem CDU-Vorstand aber deutlich: "Eine Kontrolle der Verwaltung will man offenbar nicht. Eine fehlende Kontrolle kann aber die Untergrabung der Demokratie bedeuten." Kröger warnte davor, dass der Kreistag zu einem so genannten Abnick-Verein mutieren könnte. Es sei immer noch der Kreistag, der der Verwaltung Vorgaben machen sollte und nicht umgekehrt.

Trotz des Rückzugs aus dem CDU-Vorstand will Kröger als Berufener Bürger im Rechnungsprüfungsausschuss des Kreistages weiter tätig sein und Mitglied der CDU bleiben. "Diese Partei ist in all den Jahre eine Familie für mich geworden. Eine Überlegung wäre, den Kreisverband zu wechseln, da hier das Vertrauensverhältnis zerstört ist", sagte der Gadebuscher Gerhard Kröger.

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