Nur Fliegen ist schöner

Tino Klimm erhielt für seinen akkurat ausgeführten Bauchklatscher vom 3-Meter-Brett die höchst mögliche Punktzahl, kletterte so in der Wertung am Sonnabend noch auf Rang 4, rutschte dennoch knapp an den Preisgeldern vorbei. Birgit Hamann (3)
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Tino Klimm erhielt für seinen akkurat ausgeführten Bauchklatscher vom 3-Meter-Brett die höchst mögliche Punktzahl, kletterte so in der Wertung am Sonnabend noch auf Rang 4, rutschte dennoch knapp an den Preisgeldern vorbei. Birgit Hamann (3)

Nach der etwas mauen Erstauflage 2008, scheint sich der "Arschbomben-Contest" im Pritzwalker Hainholzbad zu einem Publikums- und Teilnehmermagneten zu entwickeln. Am Sonnabend fand der Wettbewerb zum zweiten Mal statt.

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10. August 2009, 09:17 Uhr

Pritzwalk | Die Geldprämien für den ersten und zweiten Platz sind bei Ronny Riemann und Marco Tantius (beide aus Wittstock/Dosse) bereits verplant, zumindest zum Teil. "Wir kaufen uns neue Badehosen", sagen die jungen Männer und zeigen auf die im Schritt völlig zerrissenen Exemplare, die nach dem Wettbewerb am Sonnabendnachmittag im Pritz walker Hainholzbad an ihren Beinen baumelten. Die Kräfte, die beim Aufprall auf die Wasseroberfläche wirken, sind schon enorm. Und beim klassischen Bauchklatscher oder gar beim "Feuerstuhl" - der Springer bewegt sich mit gespreizten Beinen aufs Wasser zu - da treibt es selbst erfahrenen Leuten, wie Holger Redtel und Dr. Jörg Bombrich die Nackenhaare in die Höhe. "Man muss schon absolut entschlossen sein, den natürlichen Schutzreflex bewusst durchbrechen", verdeutlicht Bombrich.

Eines sei gleich vorweg genommen: Der zweite "Arschbomben-Contest" in Pritzwalk, veranstaltet von der Stadt Pritz walk und der Wittenberger Bäder GmbH, ging ohne ernsthafte Blessuren über die Bühne. Die 21 Teilnehmer hatten ebenso ihren Spaß wie das Publikum. Und darum gehe es ja schließlich, verdeutlichen Moderator Redtel und Hauptschiedsrichter Bombrich. Allerdings sei der sportliche Anspruch nicht so ganz von der Hand zu weisen. Seit einigen Jahren gebe es regelmäßig professionell organisierte nationale und internationale Meisterschaften im "Splashdiving". Auf Englisch klingt der skurrile Wasserspringsport doch deutlich besser … Nach international gültigem Regelwerk wurden auch in Pritz walk die Punkte vergeben. Bewertet hat die Jury unter anderem Ausführung, Originalität und Entschlossenheit der Sprünge. Auf Platz 3 rangierte sich - hinter den beiden großen Schwergewichten aus Wittstock - übrigens ein kleiner zarter Junge ein: Pascal Gorden aus Pritzwalk. Es kommt eben auch auf die Technik an.

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