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Hansa trennt sich von Offenbach 0:0 : Nur das Tor wollte nicht fallen

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Nach dem 0:0 im Duell mit dem Dritten Offenbach hat der Zweite FC Hansa zehn Runden vor Saisonende noch immer 13 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Es war aber kein Duell, das die Zuschauer von den Sitzen riss.

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erstellt am 13.Mär.2011 | 10:06 Uhr

Nach dem 0:0 im Duell mit dem Dritten Offenbach hat der Zweite FC Hansa zehn Runden vor Saisonende der 3. Fußball-Liga noch immer komfortable 13 Punkte Vorsprung auf den Aufstiegs-Relegationsplatz.

Es war zwar kein Duell, das die 17 800 Zuschauer (Heimspiel-Rekord 2010/11) vor Begeisterung von den Sitzen riss, doch wenn hier jemand den Sieg verdient gehabt hätte, waren es die Rostocker.
Die Blau-Weißen begannen mit der gleichen Anfangsformation wie eine Woche zuvor beim 4:1 in Burghausen im 4-2-3-1. Start-Elf-Kandidat Trybull war kurzfristig ausgefallen (Magen-Darm). Für ihn rückte Jensen aus der A-Jugend in den Kader nach.

Die Mecklenburger warteten nicht ab. Obwohl sie ja nicht unter dem Zwang standen, groß was unternehmen zu müssen, begannen sie offensiv. Bis auf eine Phase so zwischen der 10. und 20. Minute, als mehrfach Freistöße halbrechts zehn bis 15 Meter vor dem eigenen Strafraum verursacht wurden, trat Hansa überlegen auf.

Für die „heißeste“ Szene vor der Pause sorgte Vujanovic, als er nach einer Ecke von Lartey mit Fallrückzieher knapp das Gehäuse der Gäste verfehlte (27.). Ansonsten zeigten die Ostseestädter teilweise gute Ansätze, kamen jedoch nicht bis zum Abschluss. So eroberte Pelzer schön den Ball, Jänicke zog davon, jedoch zu schnell für alle Nachrücker, so dass niemand seine Eingabe erreichte (14.). Vujanovic fing einen Abstoß der Kickers ab, Larteys Passversuch wurde abgewehrt (20.). Zu eng ging es auch zwischen Pannewitz und Ziegenbein zu (25.). Dann erwischte Pannewitz einen Lartey-Freistoß nicht voll mit dem Kopf (29.).

Fünf Minuten vor der Pause schied Großöhmichen mit einer Oberschenkelzerrung aus. Robert Müller rückte nach hinten, übernahm seinen Posten in der Innenverteidigung. Der eingewechselte Evljuskin orientierte sich ins defensive Mittelfeld.

Die Rostocker legten auch mit Wiederanpfiff eifrig los. Keine 90 Sekunden dauerte es, da steckte der vorgestoßene Pelzer klug durch auf Vujanovic – schade, Abseits. Weiter arbeitete Hansa fleißig, ohne in Hektik zu verfallen, auf den richtigen Augenblick hin, auf den möglicherweise spielentscheidenden Moment. Es fehlte mehrfach nicht viel: Ziegenbeins Querschläger kommt nicht bei Jänicke an (52.), Vujanovic setzt sich erstaunlich gewandt für seine Statur durch und zwingt aus der Drehung Gäste-Torwart Wulnikowski zur Rettungstat (55.), Jänicke trifft mit seiner Eingabe Evljuskin, von dem die Kugel ins Aus springt (58.).

Nach etwa einer Stunde allerdings kam Offenbach stärker auf und zu einer großen Gelegenheit, als Husterer nach einer Ecke den Ball nur um Zentimeter am Pfosten vorbeiköpfte (63.).

Jetzt machte sich Unruhe bei den Hanseaten breit. Der Spielfluss stockte, statt dessen griffen die Weiß-Roten an mit Vunguidica, dessen Schuss zum Glück zu hoch geraten war (68.).

Aber der FCH kam rasch wieder zu sich und kämpfte mit Hingabe um das 1:0. Ecke um Ecke holte er heraus (letztlich 11:3), nur die Kugel wollte nicht ins Netz – ob es Vujanovic (nach großartiger Vorarbeit von Schyrba bzw. Lartey-Freistoß sind Wulnikowski/74. und Husterer/75.) einen Tick schneller) oder Lartey (kriegt das Gerät nach Vorlage von Pelzer nicht kontrolliert/76.) probierten.

In der Schlussphase waren die leidenschaftlichen Gastgeber klar überlegen, doch weder Lartey (aus spitzem Winkel vorbei/85.) noch Jänicke (knapp zu spät nach abprallendem Pannewitz-Schuss/88.) war das Siegtor vergönnt.

Trainer Peter Vollmann

Wir haben das mittlere Ergebnis erzielt. Das ist okay. Mit dem Punkt können wir zwar gut leben, ganz zufrieden bin ich aber nicht. Es gibt keinen Grund, auf dem Tisch zu tanzen. Insgesamt war heute in beiden 16-Meter-Räumen sehr wenig los. Sicherlich hatten wir mehr Spielanteile, doch eine hundertprozentige Chance konnten wir uns nicht erarbeiten. Wir waren nicht zwingend genug, brachten den finalen Pass nicht an. Letztlich fehlte es ein bisschen am Fußballerischen, und daher geht das Ergebnis in Ordnung.

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