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Lokales

26. September 2017 | 09:13 Uhr

Notrufe gehen bald in Potsdam ein

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svz.de von
erstellt am 15.Okt.2010 | 10:41 Uhr

Prignitz | Zum 1. Januar 2011 werden die Aufgaben der Leitstelle des Landkreises Prignitz an die Regionalleitstelle Nordwest in Potsdam übertragen. Doch schon zum 15. Dezember wechseln sechs Prignitzer Mitarbeiter dafür nach Potsdam, "denn wir wollen den Übergang so gut wie möglich vorbereiten", erklärt Erich Schlotthauer, Sachbereichsleiter für den Brand- und Katastrophenschutz im Landkreis Prignitz.

Die Prignitzer Leitstelle ist die letzte im Land Brandenburg, die ihre Aufgaben überträgt. Konkret heißt das für den Bürger, dass alle Hilferufe nach Rettungsdienst, Feuerwehr oder Katastrophenschutz künftig nicht mehr in Perleberg, sondern in Potsdam eingehen. Diese Zentralisierung sei Bestandteil des brandenburgischen Katastrophenschutzgesetzes von 2004. Grundlage dafür sei zudem

die Regionalleitstellenverordnung des Landes Brandenburg vom 16. Mai 2007. Diese verpflichte die kreisfreien Städte und Landkreise, sich zu fünf Regionalleitstellen zusammenzuschließen. Daraufhin habe es eine vertragliche Vereinbarung der Landkreise Prignitz, Ostprignitz- Ruppin und Havelland sowie der Stadt Potsdam gegeben. Darin übertragen die Kreise die Aufgaben zur Errichtung und zum Betrieb der Regionalen Leitstelle uneingeschränkt in die Zuständigkeit der Landeshauptstadt. Die sechs Prignitzer Mitarbeiter, die nach Potsdam wechseln, sind ab 1. Januar auch Angestellte der Stadt.

Gegenwärtig werden die Einsatzunterlagen, speziell die Alarm- und Ausrückeordnung der Feuerwehren und des Rettungsdienstes mit äußerster Präzision erarbeitet und und in das Potsdamer Leitstellensystem eingepflegt, wie Marcus Bethmann erklärt. Er ist gegenwärtig im Prignitzer Sachbereich Brand- und Katatstrophenschutz mit dieser Aufgabe betreut, "sozusagen der Verbindungsmann zwischen den Prignitzer und den Potsdamer Ansprechpartnern", wie er erklärt. Das Einpflegen der exakten Daten ist von enormer Bedeutung, erfolgt doch ab 1. Januar die Alarmierung von Potsdam aus, egal, ob es in Netzow brennt oder in Mödlich nach dem Notarzt gerufen wird.

"Deshalb bereiten wir so detailliert wie möglich alles vor, hatten schon entsprechende Beratungen mit den Stadt- und Amtsbrandmeistern der Feuerwehren, werden wir am 18. November die Kommunen einweisen", beschreibt Schlott hauer. Zudem hätten schon Potsdamer Kollegen in der Perleberger Leitstelle mitgearbeitet und umgekehrt, beschäftigten sich Arbeitsgruppen mit den tech nischen Details. "Unser Ziel ist es, bereits zum Monatsende die technischen Voraussetzungen geschaffen zu haben."

Schlotthauer hat auch allen Grund, den Wechsel bestmöglich vorzubereiten, denn "die Verantwortung für den Rettungsdienst, für den Brand- und Katastrophenschutz obliegt weiter den Kommunen und dem Landkreis, die Regionalleitstelle ist ein Führungsmittel", macht er deutlich. Deshalb appelliert er auch an die Gemeinden, alles zu tun, dass es im Ernstfall nicht zu Verwechslungen kommen kann, beispielsweise gleiche Straßennamen innerhalb einer Gemeinde schnellstmöglich zu ändern.

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