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Lokales

15. Dezember 2017 | 17:00 Uhr

Notärzte wollen bessere Luftrettung

vom

svz.de von
erstellt am 11.Mai.2010 | 08:59 Uhr

Nordwestmecklenburg | Notärzte wollen in Westmecklenburg eine weitere Basis für die Luftrettung aufbauen. Die Mediziner um Dr. Andrea Amling entwickelten dafür ein Konzept für das Hanseklinikum Wismar. Denn ein Rettungshubschrauber den dem Standort wäre das fehlende Bindeglied im Zusammenspiel der Rettungskräfte zu Land, zu Wasser und in der Luft.

Noch im Jahre 2008 wurden auf der Ostsee knapp 140 Patienten von Hubschraubern der Marine aus höchster Not gerettet. Jüngstes Beispiel war ein Zwischenfall vor dem Timmendorfer Hafen auf Poel. Auf Unterstützung aus der Luft wartete man vergebens. Sicher ist aber: Ein Rettungshubschrauber am Standort Wismar kann Leben retten. Denn jedes Jahr geraten Menschen auf See in Not und sind auf die Hilfe der Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und andere Helfer angewiesen.

Das neue Konzept basiert auf Erfahrung und Engagement von Notärzten. Einer von ihnen ist Dr. Thomas Plappert vom Wismarer Hanse-Klinikum. Er verfügt aus früheren beruflichen Stationen über umfangreiche Erfahrungen auf dem Gebiet der Luftrettung. Außerdem gehört er seit mehr als zwei Jahren zu den "roten Engeln", den Seenotrettern der Poeler Station Timmendorf. Gemeinsam mit seinen Kollegen entwickelte er konzeptionelle Grundlagen, die sich in die bestehenden Strukturen der Rettungswachen, Notarztsysteme und der Seenotrettung einfügen. "Sie müssen nicht nur medizinisch sinnvoll, sondern auch finanzierbar zu sein", erklärt der 33-jährige Mediziner. Jetzt hoffen die Ärzte auf eine möglichst positive Prüfung ihrer Vorschläge. Allerdings gabelt sich der Instanzenweg in mehrere Richtungen. So ist für den landseitigen Rettungsdienst das Sozialministerium zuständig. Die küstennahe Rettung obliegt dem Innenministerium und die Aktivitäten auf See werden vom Bundes-Verkehrsministerium koordiniert, deren Realisierung in den Händen des Bundes-Verteidigungsministerium liegen.

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