Rostocker Reederei Aida Cruises sucht nach Patin für die "Sol" : Nordperle setzt auf Heimvorteil

Ihr Herz schlägt für die Ostsee - und für Aida: Annemarie Gelse will  den neuen Luxus-Liners taufen.susanne lang
Ihr Herz schlägt für die Ostsee - und für Aida: Annemarie Gelse will den neuen Luxus-Liners taufen.susanne lang

Am Anfang war es nur ein Spaß, doch mittlerweile ist ihr Ehrgeiz geweckt: Annemarie Gelse aus Tarnow will Taufpatin für das neueste Aida-Schiff werden. Doch die Konkurrenz schläft nicht.

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11. Februar 2011, 06:48 Uhr

tarnow/rostock | Am Anfang war es nur ein Spaß, doch mittlerweile ist ihr Ehrgeiz geweckt: Annemarie Gelse aus Tarnow will Taufpatin für das neueste Aida-Schiff werden. Doch die Konkurrenz schläft nicht - über 1000 Frauen sind dem Aufruf der Rostocker Reederei Aida Cruises gefolgt und haben sich bereits um den begehrten Job beworben. Die kommen allerdings auch aus Hessen, Bayern oder Baden-Württemberg - weit weg von Häfen und Meer.

"Eigentlich muss doch eine Frau von der Küste das Schiff taufen", sagt Annemarie und streicht sich eine braune Haarsträhne hinters Ohr. Im Rostocker Stadthafen weht eine steife Brise. Eine "echte Nordperle" solle die Champagnerflasche am 9. April gegen den Bug des neuen Luxus-Liners schmettern. "Am besten ich", sagt Annemarie lachend. Die 23-Jährige erfüllt alle Voraussetzungen: "Ich liebe die Ostsee und Rostock über alles", sagt sie und blinzelt selig übers Wasser des Hafenbeckens. In der Hansestadt lebt und studiert sie seit einigen Jahren. Das neue Kreuzfahrtschiff soll "Aidasol" (span. Sonne) heißen. "Das passt total gut", sagt die Studentin. Der Name erinnere sie an einen der schönsten Sonnenuntergänge ihres Lebens. Zum ersten Mal ist Annemarie vor sechs Jahren an Bord der Aida eine Woche durchs Mittelmeer geschippert - ein Geschenk ihrer Eltern. Eines Tages, kurz vor dem Abendbrot, irgendwo im Mittelmeer, versank der rote Ball dann vor den Augen der Studentin im Wasser - "einfach unvergesslich". Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatte sie das Aida-Fieber gepackt, im Jahr darauf war klar: Wenn Urlaub, dann nur mit dem Kreuzfahrtschiff. 2006 erkundete Annemarie dann als Aida-Passagier die Kanarischen Inseln, 2007 ging es nach Norwegen, mit Mutti. Die hatte ihrer Tochter die Reise zum Abitur geschenkt. "Aida - Annemarie ist durchs Abitur", stand auf dem Umschlag mit dem Ticket, erzählt die Studentin.

Wasser, Wellen und übers Leben sinnieren - das könne man nirgends so gut wie auf der Aida. Annemaries grüne Augen funkeln. "Die Farbe der Hoffnung", sagt sie. Und die gibt sie nicht auf - zumindest unter die besten 20 Kandidatinnen will sie kommen. Ihr Ehrgeiz ist geweckt.


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