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Lokales

17. Dezember 2017 | 07:20 Uhr

Nordic baut zweiten Frachter zu Ende

vom

svz.de von
erstellt am 29.Sep.2010 | 08:45 Uhr

Rostock | Hoffnungsschimmer für die Warnemünder Nordic Werft: Das halbfertige Containerschiff, das seit Monaten im Hafenbecken liegt, soll doch noch fertig gestellt werden. Den Schiffsrumpf mit der Baunummer 163 hat Werfteigner Witali Jussufow jetzt aus der Insolvenzmasse übernommen. Nach Angaben des Insolvenzverwalters der ehemaligen Wadan Werft, Marc Odebrecht, seien bereits mehrere Reedereien an dem Frachter interessiert. Angaben über den Kaufpreis gibt es bisher nicht. "Es laufen Gespräche mit einer Reihe von Unternehmen", sagt ein Sprecher von Nordic.

Nach einer Einigung werde das Unternehmen auf schnellstem Wege mit der Fertigstellung des 225 Meter langen und 30 Meter breiten Schiffes in Warnemünde fortfahren. "Der Beschäftigungspool besteht am Rostocker Standort noch aus 100 Leuten", sagt Harald Ruschel, ehemaliger Vorsitzender des Betriebsrates bei Wadan. Weitere 600 Schiffbauer sind in der Wismarer Werft beschäftigt. Vor zwei Jahren waren an beiden Standorten noch 2500 Werftler tätig. "Ich hoffe, dass dieser neue Auftrag wieder mehr Arbeit in die Region bringen wird", so Ruschel. Seit Jahresbeginn sind die Charterraten für Frachtschiffe wieder merklich gestiegen. Der Tiefpunkt der Krise scheint überwunden. Experten erwarten ein Branchenwachstum von bis zu sieben Prozent. Ursprünglich hatte die Rostocker Reederei F. Laeisz die baugleichen Schiffe mit den Nummern 162 und 163 bei der damaligen Wadan Werft für insgesamt 84 Millionen Euro in Auftrag gegeben. Aufgrund des Einbruchs auf dem Containermarkt hatte das Unternehmen Anfang 2010 nur noch den ersten Neubau übernommen. Zu diesem Zeitpunkt lag der Wert eines mittleren Frachtschiffes bei etwa 20 Millionen Euro. Wegen der Insolvenz von Wadan und der Wirtschaftskrise stornierte Laeisz den zweiten Bauauftrag.

Neben den positiven Aussichten für Warnemünde tut sich auch einiges am Standort Wismar. Dort wurde gestern für 200 Millionen Euro die zweite Ro/Pax-Fähre an Stena-Line ausgeliefert, berichtet Odebrecht.

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