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Lokales

11. Dezember 2017 | 01:34 Uhr

Neustart nach Dienstwagen-Affäre

vom

svz.de von
erstellt am 13.Mai.2010 | 05:48 Uhr

Rehna | Nach der Dienstwagen-Affäre von Rehna kommt das Personalkarrussell in Schwung. Nach der Trennung vom ehemaligen Leitenden Verwaltungsbeamten Dirk Gros soll der bislang komissarisch Amtsleiter Hans Martin Buschhart diese Funktion ab Juni offiziell übernehmen. Dafür sprachen sich die Mitglieder des Rehnaer Amtsausschusses ohne Gegenstimme aus. Der 47-jährige Buschhart war bislang Bauamtsleiter und Chef der Regionalentwicklung. Er hatte nach Bekanntwerden der Affäre die Amtsgeschäfte übernommen. Buschharts Nachfolge als Bauamtsleiter soll intern geregelt werden.

Als Folge der Affäre sind nach SVZ-Informationen weitere personelle Konsequenzen im Amt Rehna nicht ausgeschlossen. Denn in der Vergangenheit soll es weitere Ungereimtheiten bei Ausschreibungsverfahren zur Beschaffung der Dienstfahrzeuge gegeben haben. Als unmittelbare Konsequenz aus der Affäre gilt inzwischen ein klare Dienstwagen-Regelung. Die Fahrzeuge dürfen weder für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte, noch für Privattouren benutzt werden. "Über ein spezielles Programm kann jeder Mitarbeiter Dienstfahrten beantragen. Das Fahrzeug ist anschließend auf dem Amtsgelände oder dem Amtsbauhof abzustellen", sagt Buschhart. Er will in den nächsten Monaten die Fahrzeugflotte ausdünnen und damit die Kosten um bis zu 50 Prozent senken. Es sei angedacht, die Zahl der Fahrzeuge von sieben auf vier zu reduzieren.

Der große Dienstwagen-Check unserer Zeitung hatte im vergangenen Jahr erhebliche Differenzen bei den Ausgaben für den Fuhrpark zwischen den Ämtern Gadebusch, Lützow-Lübstorf und Rehna aufgedeckt. Kurze Zeit später kassierte der damalige Spitzenbeamte des Amtes Rehna ein Verbot, die Dienstgeschäfte fortzusetzen. Er soll zuvor den Dienstwagen über das zulässige Maß hinaus privat benutzt und nicht nachvollziehbar abgerechnet haben. Zudem soll er die Tankkarte für private Zwecke benutzt haben. Schaden: mehrere tausend Euro. Der finanzielle Schaden wurde beglichen, der Mann aus dem Beamtenverhältnis entlassen.

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