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Lokales

21. August 2017 | 23:40 Uhr

Neustart für den Lebenskreis

vom

Lenzen | Wer sein Kind in Lenzen in die Krippe bzw. den Kindergarten geben will, muss sich künftig zwischen zwei Einrichtungen entscheiden. Und diese Entscheidung bezieht sich sowohl auf den Standort, als auch auf das Betreuungskonzept. Die private Kita im Seniorenheim "Lebenskreis", die Ende des Jahres ins alte Hospital in der Jahnstraße umzieht (wir berichteten), bietet die klassische Betreuung. In der neu entstehenden DRK-Kita im Seniorenheim Lebenskreis wird künftig das Kneippsche Konzept der ganzheitlichen Gesundheitsförderung umgesetzt.

"Die Eltern können auswählen, also müssen wir besser als die Mitbewerber sein, mindestens aber anders", sagte DRK-Kreisgeschäftsführer Dietrich Döhring anlässlich der Vorstellung der Pläne, zu der das Rote Kreuz am Samstagvormittag interessierte Eltern ins Seniorenheim eingeladen hatte. Man habe sich bewusst dafür entschieden, wieder selbst die Trägerschaft für eine Kita zu übernehmen, um das Lebenskreis-Konzept nicht aufzugeben.

Junge und alte Menschen unter einem Dach zusammenzubringen, diesen Versuch hatte das DRK 1993 mit der Einrichtung der Kindertagesstätte gewagt und das Modell zwölf Jahre lang erfolgreich etabliert. 2005 gab das DRK die Kita aufgrund arbeitsrechtlicher Überlegungen infolge zurückgehender Nachfrage nach Kita-Plätzen an einen privaten Träger ab.

Die Idee, Kneipps Lehren in der Kinderbetreuung einzusetzen, sind indes nicht neu, auch einige Kitas im Landkreis orientieren sich daran. In Lenzen allerdings will man auch die Generationen einander näher kommen lassen. "Insgesamt werden wir künftig 25 Kinder in zwei Gruppen betreuen. In die durch die Reduktion der Betreuungsplätze frei werdenden Räume zieht ab Mitte nächsten Jahres eine Tagespflege ein, die ebenfalls auf das Kneippsche Konzept ausgerichtet wird", beschrieb Hartmut Watschke, Leiter Sozialarbeit beim DRK, die Pläne. "Auch dort sollen sich Kinder und Senioren begegnen."

Eltern erwarten konkretes Bildungskonzept

Zudem liefen die Planungen für die Neugestaltung der Freiflächen. Die Elternbeiträge für die Kita-Plätze werden sich laut Watschke an den Vorgaben des Kindertagesstättengesetzes orientieren, zudem könne man eine Ganztagesverpflegung für 2,45 Euro anbieten.

In der sich anschließenden Fragerunde zeigten anwesende Eltern Interesse am neuen Konzept, machten aber auch deutlich, dass sie von der Einrichtung ein schlüssiges Bildungskonzept erwarten. "Ich denke, man muss der Einrichtung eine Chance geben", sagte Dörte Hoppmann, die bereits zwei Kinder in der Lenzener Kita hatte. Andere Eltern zeigten sich noch nicht abschließend überzeugt und stellten vor allem die Möglichkeit in Frage, 25 Kinder mit nur drei festangestellten Erzieherinnen umfassend zu betreuen.

Lenzens Bürgermeister Christian Steinkopf wünschte dem DRK viel Erfolg bei diesem Projekt und wertete die künftige Konkurrenz positiv. "Die Leiter der Einrichtungen müssen sich fortan im Wettbewerb beweisen, und das kommt der Qualität zu Gute."

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erstellt am 05.Sep.2010 | 06:32 Uhr

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