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Lokales

13. Dezember 2017 | 02:42 Uhr

Neustadt-Glewe : Neustadt will Seebad verpachten

vom

Die Stadt Neustadt-Glewe will das Seebad und den angrenzenden Campingplatz verpachten und sucht einen Investor, der gleichzeitig auch als Betreiber dieser Anlagen fungieren soll.

svz.de von
erstellt am 14.Jun.2011 | 10:16 Uhr

Neustadt-Glewe | Die Stadt Neustadt-Glewe will das Seebad und den angrenzenden Campingplatz verpachten und sucht dafür einen entsprechenden Investor, der gleichzeitig auch als Betreiber dieser Anlagen fungieren soll. Seit heute ist die entsprechende Ausschreibung, die bis zum 15. August läuft, auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht.

Ganz hinten rechts, da stehen ein paar Campingwagen. "Das sind Dauercamper, vielleicht 20", schätzt Bürgermeister Arne Kröger. Zwischen dem kleinen Empfangshäuschen nebst Schranke und den wenigen Campern befindet sich viel Rasenfläche. Hier, auf dem 5,8 Hektar großen Gelände, gibt es noch jede Menge Platz für Zelte, Caravans oder Wohnwagen. Doch die Gäste bleiben aus. "Dieser Platz wurde in den vergangenen Jahren schlecht vermarktet", behauptet Kröger. Vor der Wende, da wurden um die 7000 Übernachtungen pro Jahr gezählt, heute sei es nur noch ein Bruchteil davon. Der Platz ist in Besitz der Stadt, die diese Fläche zwei Mal langfristig verpachtet hatte. Dem zweiten Pächter kündigte sie zum Jahresende. Mit ihm, so Kröger, liege die Stadt im Rechtsstreit, denn der Vorpächter verlange noch Geld für geleistete Baumaßnahmen, das die Stadt nicht zahlen will. "Die geforderte Summe ist absolut inakzeptabel", sagt der Bürgermeister.

Umfangreicher Auflagenkatalog

So viele leere Stellplätze auf einem Platz, der direkt an einem See läge, sich in einer reizvollen Landschaft befände und der sich mit Radtourismus oder Flugsport - der Segelflugplatz ist in unmittelbare Nähe - verknüpfen lassen könnte, "das müsse nicht sein", ist sich Kröger sicher. Doch der Campingplatz alleine werde nicht verpachtet, sagt Volker Weinaug. "Auch die 7,8 Hektar große Badeanstalt mit ihrem rund zwei Hektar großen Strand gehört dazu", ergänzt der städtische Bauamtsleiter. Die Eintrittspreise - derzeit 2,50 Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Kinder - sollen Bestand haben. "Preise und Öffnungszeiten werden auch in Zukunft von der Stadt bestimmt", versichert Kröger.

Nach Vorstellung der Stadt sollen die Entwicklung, die Realisierung und der Betrieb des öffentlichen Freibades und des Campingplatzes seitens einer Privatperson oder eines privaten Unternehmens erfolgen. Dazu beabsichtigt die Stadt, ab 1. Januar 2012 ein Erbbaurecht am Grundstück mit Dauer von 33 Jahren Laufzeit und einem jährlich zu zahlenden Erbbauzins zu vergeben. In den ersten drei Jahren soll die Pacht gestaffelt werden und erst ab dem vierten Jahr die volle Höhe erreichen. Somit wolle man dem Investor entgegenkommen, denn der hat immerhin viele Auflagen zu erfüllen.

Neben einem schlüssigen Entwicklungskonzept inklusive Investitionsplanung für den Campingplatz, indem er den Platz zu einer Drei-Sterne-Bewertung nach ADAC-Richtlinien ausbaut, müsse jeder Bewerber den Nachweis erbringen, dass er bereits zwei Campingplätze erfolgreich mindestens im Drei-Sterne-Klassifikationsbereich nach ADAC-Standards betreibt oder betrieben und entwickelt hat. Die Sanierung des auf dem Areals unter Denkmalschutz stehen Landreiterhauses innerhalb der ersten drei Jahre ist nur eine weitere von vielen zusätzlichen Auflagen.

"In der Tat, es gibt viele Auflagen zu erfüllen, dafür bietet dieses Gelände inklusive des Seebads jedem Investor auch viele Möglichkeiten", sagt Bürgermeister Kröger.

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