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Lokales

24. November 2017 | 07:01 Uhr

Neugier und Sagemut verbinden

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erstellt am 04.Jan.2011 | 08:15 Uhr

Schiller - so heißt das Musikprojekt von Christopher von Deylen, der auf Reisen und in der Philosophie neue Anreize für seine elektronische Musik sucht. Am 11. Januar startet seine Tour "Klangwelten - Elektronik pur" in Potsdam. Am 14. Januar führt es den erfolgreichen Musiker nach Rostock, wo er in der Stadthalle um 20 Uhr die bekanntesten Titel aus den letzten zehn Jahren seines Schaffens spielt. NNN-Autorin Dana Bethkenhagen sprach mit Schiller über das Touren und die Welt der Klänge.

Am 11. Januar startet Ihre Tour "Klangwelten - Elektronik pur" mit einem ausverkauften Konzert in Potsdam. Wie genau sehen diese Klangwelten aus, in die Sie Ihre Zuhörer führen?

Schiller: Es sind hoffentlich wohlklingende Klangwelten für die Zuhörer. Sie sollen sie dazu bringen, einfach mal die Augen zu schließen, sich von der Musik treiben zu lassen und genau diese Situation zu genießen. Es ist eine Reise durch die verschiedensten Höhen und Tiefen.

In welche Stimmung versetzt Sie das Eintauchen in diese Klangwelten selbst?

Es gibt mir eine ganz besondere Energie, in diese Klangwelten abzutauchen, vor allem, wenn ein Publikum diesen Prozess begleitet. Wir können aufeinander reagieren. Dieses besondere Gefühl habe ich nur, wenn ich auf Tour bin.

Sie geben 29 Konzerte in einem Monat. Wie fühlen Sie sich während dieser intensiven Zeit? Ist es manchmal zu viel?

Bisher war es mir nie zu viel. Das Tourleben ist für mich eine Art Paralleluniversum, obwohl ich natürlich trotzdem einen ganz festen Tagesablauf habe. Jeden Abend steht um 20 Uhr ein Konzert an, da ist es egal, was vorher war und was danach kommt - der Termin steht. Eigentlich ist es sogar, als würde ich jeden Tag Weihnachten feiern und Geschenke bekommen.

Am 14. Januar sind Sie in Rostock zu Gast. Erwartet die Zuschauer hier ein anderes Programm als beispielsweise in Berlin?

Ich variiere das Programm natürlich von Stadt zu Stadt, so wird das Konzert in Rostock ein ganz anderes als in Berlin oder Neubrandenburg. Aber ich werde nie mit einem festen Plan in das Konzert starten, sondern Raum für Spontanität lassen. In den Proben, die gerade noch laufen, haben sich bereits spannende Neuinterpretationen ergeben, die den Songs etwas völlig Neues verleihen. Genug Stücke haben wir für Variationen auf jeden Fall im Gepäck.

Angekündigt wird Ihre Tour als "Schiller-Werkschau". Was sind Ihre ganz persönlichen Lieblingsstücke ?

Das ist eine ganz schwere Frage für mich, aber ich freue mich besonders auf die Stücke, die ich lange nicht gespielt habe. Aber die beiden Songs "Einklang" und "Sehnsucht" sind schon etwas Besonderes für mich.

Sie bekommen auf der Bühne einmal mehr Unterstützung von Cliff Hewitt, Christian Kretschmar und Ralf Rustke. Was verbindet Sie und was können die Musiker Ihnen geben?

Wir sind vier gänzlich verschiedene Charaktere und es sind die Neugier und der Sagemut, was uns verbindet. Es ist immer ein Nehmen und ein Geben, ein Miteinander letztlich.

Was kommt für Sie nach der Tour?

Das erste Mal nach langer Zeit wirklich gar nichts und da freue ich mich auch wirklich drauf und angesichts der Kälte auf den Frühling in Berlin.

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