Neues Quartier für Neu Zippendorf

So sollen die Seeterrassen im Jahr 2013 aussehen.
So sollen die Seeterrassen im Jahr 2013 aussehen.

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28. September 2010, 09:43 Uhr

Neu Zippendorf | Schöner wohnen in der ehemaligen Platte: Die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) arbeitet an ihrem dritten spektakulären Stadtumbauprojekt in Neu Zippendorf: Für rund 13 Millionen Euro soll das Quartier an der Wuppertaler, Pilaer und Vaasaer Straße als "Seeterrassen" neu gestaltet werden. Dazu ist nicht nur der Rückbau vieler Fünfgeschosser geplant, sondern auch ein Neubau für Mehrgenerationenwohnen auf der Brachfläche, auf der einst das Alten- und Pflegeheim stand. Bis 2013 sollen die Arbeiten beendet sein inklusive Wohnumfeldgestaltung für nochmal 1,4 Millionen Euro.

"Es ist nicht immer die Lage, die für Mieter entscheidend ist, sondern meistens das Angebot", sagt Gabriele Szymanski von der SWG. "Doch in Neu Zippendorf trifft beides zu." Es gibt Seenähe ebenso wie Nahverkehrsanbindung, zum Zoo ist es so weit wie zum nächsten Nahversorger. Zwei bundesweit gelobte Projekte kann die SWG in Neu Zippendorf schon vorweisen: Nach dem Modellprojekt Vidiner Straße in dezentem Rot-Orange folgte die knallbunte Wuppertaler Straße - ein Hingucker. Die Seeterrassen werden in Weiß gehalten und bestechen durch klassische Schlichtheit. "Für jedes Quartier hatten wir andere Architekten", betont Szymanski. Von ehemals 310 Wohnungen werden nach dem Um- und Neubau an den Seeterrassen noch 200 übrig bleiben. "Zum Zeitpunkt der Fertigstellung sind erfahrungsgemäß auch alle Wohnungen vermietet", sagt Gabriele Szymanski. Die Werbung für den Standort laufe dank der Vorgänger-Projekte fast von alleine. Viele Bewohner kehren nach dem Umbau zurück und nehmen die leicht erhöhte Miete in Kauf. Neue Mieter, vor allem aus dem Umland, kommen hinzu. Trotz der großen Nachfrage: Mehr als 6 Euro Kaltmiete könne die SWG auf dem Schweriner Markt zurzeit nicht verlangen. Genau deshalb könnten die Seeterrassen der letzte aufwändige Umbau für einige Zeit sein. Denn großen Gewinn zieht die SWG daraus nicht.

Mit dem integrierten Stadtentwicklungskonzept 2002 wurde Neu Zippendorf Schwerpunkt des Stadtumbaus. Bis Ende 2009 verschwanden dort insgesamt 874 Wohnungen. "Die Einwohnerzahl konnte stabilisiert und der Leerstand deutlich abgebaut werden", so das Amt für Stadtentwicklung.

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