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Lokales

23. September 2017 | 09:23 Uhr

Neues Dach für die Stiftskirche

vom

svz.de von
erstellt am 28.Jul.2011 | 08:40 Uhr

Bützow | An der Bützower Stiftskirche hat der vierte Bauabschnitt begonnen. Bis Ende April 2012 sollen die noch fehlenden fünf Dachseiten des Nord- und Ostturmes mit 52 000 gespaltenen Eichenholzschindeln neu eingedeckt sein. Doch zunächst einmal wird der Kirchturm bis auf eine Höhe von 63 Metern eingerüstet, damit die Arbeiten beginnen können. "Das dauert bis zu vier Wochen", sagt Hartmut Böhnke, der planende und bauleitende Architekt des Projektes. Während dieser Zeit ist die westliche Kirchenplatzseite für Fußgänger und Autofahrer nicht passierbar. "Zu gefährlich", erklärt Böhnke. Der Anliegerverkehr erfolgt über den Marktplatz. "Wir möchten alle Anlieger und Anwohner sowie die Bürger bitten, sich auf die Einschränkungen während dieser Bauzeit einzurichten und die Unannehmlichkeiten während der Bauzeit zu entschuldigen, damit - wie auch in den vergangenen Jahren - die Sanierung unserer Stiftskirche ein weiteres Stück voranschreiten kann", sagt Böhnke.

Bereits 1996 wurden die West- und Südseiten des Turmes neu eingedeckt - damals noch ohne Gerüst, sondern vom Seil aus, von so genannten Technosportlern. 15 Jahre später folgt nun der nächste Teil. Im vergangenen Jahr erfolgte eine umfangreiche Bestandsaufnahme und Dokumentation des Turmes, was Voraussetzung für die statischen Berechnungen und die Schadenssanierung war. Die Dacharbeiten sollten in diesem Jahr eigentlich schon viel früher beginnen, da aber noch Mauersegler und Turmfalken im Dachstuhl brüteten, verschob sich der Baustart. "Dort, wo wir rüsten, sind nun keine Vögel mehr", sagt Böhnke. Für den Architekten ein Segen, denn die Zeit drängt. Allein das Einrüsten durch eine Kritzkower Firma dauert knapp einen Monat. Dann erst kann die Güstrower Dachdecker-Firma, die auch schon 1996 am Werk war und ihre Arbeit laut Böhnke "sehr gut verrichtete" mit ihren Arbeiten beginnen und die alten Schindeln, die in den 1960er-Jahren eingedeckt wurden, abnehmen. "Sie haben nach 50 Jahren ihren Dienst getan", sagt Böhnke. Die neuen gespaltenen Eichenholzschindeln werden dagegen die nächsten 80 bis 100 Jahre das Dach der Stiftskirche schmücken.

Im Rahmen dieser Dacharbeiten wird auch die Tragkonstruktion des Turmes saniert. Deshalb arbeiten neben den Dachdeckern auch Maurer und Zimmermänner mit. "Aufgrund der kulturhistorischen Bedeutung sowie der bauzeitlichen Datierung des Turmdach Tragwerkes ist eine denkmalpflegerische und behutsame Sanierung erforderlich", erklärt Hartmut Böhnke. "Bis zum Winter wollen wir aber so viel wie möglich schaffen", sagt der Architekt weiter. In der kalten Jahreszeit, wenn nicht gebaut werden kann, bleibe das Gerüst stehen. Im April 2012 wird es dann wieder abgebaut, wenn alles fertig ist.

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