Neuer Ranger unterwegs

Am 8. Mai steht die erste Führung an.
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Am 8. Mai steht die erste Führung an.

Burkhard Fellner ist im Biosphärenreservat Elbe verantwortlich für die Region Boizenburg

svz.de von
22. April 2015, 11:18 Uhr

Die Region hat einen neuen Ranger. Durch die Anerkennung als UNESCO-Biosphärenreservat müssen mehr Aufgaben erfüllt werden als bisher, deshalb konnten zwei weitere Naturhüter eingestellt werden. Volker Demmin ist für die Region Lübtheen verantwortlich, Burkhard Fellner für die Region Boizenburg. Die beiden konnten sich gegen 180 Mitbewerber durchsetzen.

„Ich bin glücklich, hier Ranger sein zu können“, strahlte Burkhard Fellner beim Gespräch mit der SVZ. „Wenn es den Beruf zu DDR-Zeiten gegeben hätte, wäre ich schon damals einer geworden. So habe ich Forstfacharbeiter gelernt und mich ehrenamtlich für den Naturschutz eingesetzt, im BUND.“ Jahrelang arbeitete Fellner in der Lewitz, wo der Hobby-Ornithologe sehr bekannt ist. Ganz besonders war er in der Umweltbildung aktiv, seine Spezialität sind geführte BusTouren. Seit Beginn der Saison gibt es wieder viele Anfragen von Busunternehmen für Touren durch die Lewitz. „Die musste ich jetzt natürlich alle absagen. Aber ich wollte die Gelegenheit unbedingt ergreifen, hier Ranger sein zu dürfen. Nun kann ich meine bisherige berufliche und ehrenamtliche Naturschutzarbeit miteinander verknüpfen. Jeder Tag ist anders.“ Hier wird Fellner, der auch Buchautor ist, ebenfalls geführte Bus-Touren anbieten, die erste am 10. Juli.

Die Arbeit eines Rangers besteht hauptsächlich aus vier Aufgabenbereichen. Da ist erstens die Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit, das heißt Informationsweitergabe an Besucher und Bewohner – nicht nur in den Naturschutzgebieten – Vorträge, Betreuung von Infoständen, naturkundliche Führungen, Exkursionen, Projekttage, Betreuung von Schul- und Bildungsprogrammen zur nachhaltigen Entwicklung und die Arbeit mit den „Junior-Rangern“.
Zweitens muss der Ranger landschaftspflegerische Maßnahmen ergreifen und solche für den praktischen Artenschutz, die Besucher-Einrichtungen kontrollierten und sichern, Maschinen- und Geräte warten.

Ganz besonders freut sich der neue Ranger auf den dritten Aufgabenbereich, die wissenschaftliche Untersuchungen. Dabei sammelt er Daten zu verschiedenen Tier- und Pflanzenarten, z.  B. Fraßspuren von Bibern, Sichtungen von Fischottern oder Rastplätze von Zugvögeln, für Monitoring-Programme und Forschungsprojekte.

Wichtig ist aber auch der vierte Arbeitsbereich, der in der Überwachung und dem Schutz seines Gebietes besteht. Der Ranger kontrolliert beispielsweise die Einhaltung der Ge- und Verbote in den Pflegezonen, die derzeit noch ausgeschildert werden.

Die erste Führung mit dem neuen Ranger findet am 8. Mai ab 19 Uhr unter dem Titel „Der Himmelsziege auf der Spur“ statt. Bei dem ca. dreistündigen Abendspaziergang durch die renaturierte Flusslandschaft Sude-Schaale soll die die Bekassine
gesichtet werden. Treffpunkt ist die Kirche Blücher.

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