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Lokales

17. Dezember 2017 | 07:15 Uhr

Neuer Liegeplatz steigert Umschlag

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erstellt am 22.Sep.2010 | 09:12 Uhr

Marienehe | Mit einem Bagger geht es dem nördlich gelegenen Gebäude im Fracht- und Fischereihafen an den Kragen. Den modernen Standards genügt die in die Jahre gekommene Lagerhalle und die Nordkante des Marieneher Hafenbeckens schon lange nicht mehr. Deshalb wird der Liegeplatz 2 nun umfangreich ausgebaut. Gestern hat Daniele Priebe, Geschäftsführerin des Fischereihafens, symbolisch den Abriss des veralteten Betriebsgeländes begonnen, damit der Hafen mit modernen Flächen künftig den steigenden Marktanforderungen im Holz- und Stückgutumschlag gewachsen ist. Rund vier Millionen Euro investiert das Verkehrsministerium in den Ausbau. Das Geld stammt aus dem Förderprogramm für die Verbesserung der wirtschaftlichen Infrastruktur von Seehäfen. "In einem Jahr um die selbe Zeit werden die Arbeiten an dem Liegeplatz voraussichtlich abgeschlossen sein", sagt Priebe.

820 000 Tonnen dieses Jahr erwartet

Mit 820 000 Tonnen Umschlag rechnet der Hafen in diesem Jahr. Damit sich die Zahl auf eine Million erhöht, wird der Liegeplatz 2 auf einer Länge von 164 Metern von Grund auf erneuert. "Die Kaianlage soll künftig eine Belastung von 50 Kilonewton pro Quadratmeter aushalten", sagt Dr. Marion Radegast vom beauftragten Planungsbüro Inros Lackner. Die seit Langem leerstehende Lagerhallenhälfte parallel zur Kaikante wird dem Erdboden gleich gemacht. "Zu dem angrenzenden Gebäude werden die Versorgungsleitungen umgelegt", Radegast. In dieser Gebäudehälfte haben sich maritime Dienstleistungsunternehmen niedergelassen. Darüber hinaus werden neue Flutlichtmasten aufgestellt und die Zuwegungen anschließend asphaltiert. Bei Baggerarbeiten unter Wasser wird das Hafenbecken vertieft.

Durch den Abriss der maroden Lagerhalle ist ein sofortiger Abtransport der Umschlagsgüter möglich, da zwischen Schiff und Lagerfläche dann kein Hindernis mehr steht. Somit können unnötige Verholungen vermieden und die Güter auf dem schnellsten Weg abtransportiert werden. "Es wird nicht mehr erforderlich, dass die Holzfrachter während des Umschlagprozesses ihre Position ändern müssen", bestätigt Verkehrsminister Volker Schlotmann (SPD). Nach dem Abburch des Gebäudeteils schafft der Fischerheihafen eine kainahe, 9000 Quadratmeter große Lagerfläche für Rundholz, Stückgut, Massengut und Sonderverladungen.

Mit dem Abschluss der Arbeiten sieht der Rostocker Fischereihafen in den nächsten Jahren weitere Umstruktierungen vor. So verfügt der Hafen über eine weitere bisher ungenutzte Fläche auf 10 000 Quadratmetern. "Dort können sich hafenaffine Gewerbe unmittelbar am Terminal niederlassen", sagt Ronald Schulz, der im Fischereihafen für Hafenwirtschaft verantwortlich ist. Zusätzlich bietet der Standort in Marienehe die Möglichkeit, gedeckte Lagerflächen auf 5000 Quadratmetern nachzurüsten. "Erst dann wären die Kapazitäten ausgeschöpft", so Schulz.

Seit der Wende hat sich der Fischereihafen immer stärker den Anforderungen der Wirtschaft angepasst und somit dafür gesorgt, dass sich Industrie und Gewerbe an dem wassernahen Standort ansiedelt. "Seit 1990 wurden insgesamt rund 26 Millionen Euro in die Entwicklung der Hafeninfrastruktur in Marienehe investiert", sagt Verkehrsminister Schlotmann.

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