Neuer Kommodore für den Fliegerhorst

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Amt übernommen: Kommodore Oberstleutnant Markus Krammel (r.) wird von Oberst Andreas Schick begrüßt. ibur

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06. August 2010, 01:57 Uhr

Laage | Das Jagdgeschwader 73 "Steinhoff" hat einen neuen Kommodore an der Spitze: Oberstleutnant Markus Krammel (45) übernahm gestern die Führung auf dem Fliegerhorst Laage. Der Kommandeur der zweiten Luftwaffendivision, Generalmajor Bernhard Fürst, führte ihn bei einem feierlichen Appell vor etwa 250 Soldaten und Gästen in das neue Amt ein. Krammel übernimmt die Nachfolge von Oberst Andreas Schick (49).

In seiner neuen leitenden Position sieht Krammel eine besondere Herausforderung: "Denn ich werde für die Ausbildung aller Eurofighter-Piloten verantwortlich sein." Der 45-jährige Ingolstädter absolvierte 1985 in Roth beim sechsten Luftwaffenregiment seine Grundausbildung. Weiter führte es ihn in die Offiziersschule der Luftwaffe. Bei einer Ausbildung zum Luftfahrzeugführer in den USA lernte der neue Stabsleiter einen Tornado zu fliegen. Staffelkapitän wurde der Familienvater zum ersten Mal 1998 in Memmingen. Nach Stationierungen in Köln, Bonn und Berlin und im Ausland mit einem Kampfflugzeug im Auftrag der Nato schulte Krammel dieses Jahr auf das Waffensystem Eurofighter im Fliegerhorst Laage um. "Seit einigen Monaten bin ich hier", erzählte er.

Schick verabschiedet sich nach dreijähriger Tätigkeit: "Ich werde in Rom einen sechsmonatigen Lehrgang am Nato Defence College absolvieren." Wohin es für den 49-Jährigen anschließend geht, weiß er bislang nicht. Schick leistete in Laage einen bedeutenden Beitrag für die Ausbildung und Flugsicherheit der Piloten. Deshalb erhielt das Jagdgeschwader 73 gestern die Flugsicherheitsurkunde des Inspekteurs der Luftwaffe, Aarne Kreuzinger-Janik, für 13 Jahre unfallfreies Fliegen. "Diese Leistung spiegelt die hohe Leistungsbereitschaft und Professionalität der Soldaten und Zivildienstleistenden", sagt Schick, der sich in diesem Sinne für die Arbeit seines Stabs bedankte. Für ihn war es das größte Ziel, während seiner Amtszeit Unfälle zu vermeiden.

Obwohl der Abschied langfristig geplant war, gibt Schick sein Amt nur ungern zurück. "Das liegt besonders daran, weil ich mich in dem Verband so wohl gefühlt habe", betont er. Zu Beginn seiner Amtszeit verfügte die Luftwaffe in Laage über 18 Eurofighter und schrumpfte zwischenzeitlich auf zehn bis zwölf Flieger. "Seit Kurzem sind wir wieder auf 25 angewachsen", sagt Generalmajor Fürst mit Stolz, obwohl dies auf die bundesweite Zentralisierung des Flugbetriebs zurückzuführen ist. "Aus meiner Sicht ist es eine richtige Entscheidung, den verzögerten Zulauf von Luftfahrzeugen dadurch zu kompensieren", so Schick.

Gern erinnert er sich an das vergangene Jahr, als er mit seinem Stab am 19. Juni das 50-jährige Bestehen des Fliegerhorstes mit einem großen Zapfenstreich und Familientag feierte. Außerdem konnte Schick in der vergangenen Woche Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg im Jagdgeschwader begrüßen. "Obwohl er keine Aussagen über Struktur- oder Standortentscheidungen treffen konnte, denke ich, dass Laage mit seinem Eurofighter den künftigen Anforderungen gewachsen sein wird", meint Schick.

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