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Plau am See: Marktplatz offiziell freigegeben : Neuer Glanz für Plaus gute Stube

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Es ist geschafft: Der Plauer Marktplatz erstrahlt nach umfassender Sanierung pünktlich zur Urlaubssaison in neuem Glanz. Nun ist der Platz offiziell eingeweiht und für den Verkehr freigegeben worden.

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erstellt am 10.Jun.2011 | 06:10 Uhr

Plau am See | Es ist geschafft: Der Plauer Marktplatz erstrahlt nach umfassender Sanierung pünktlich zur Urlaubssaison in neuem Glanz. Nach Abschluss des zweiten Bauabschnittes ist der Platz nun offiziell eingeweiht und für den Verkehr freigegeben worden. "Wir sind damit einen weiteren Schritt in der Gestaltung unseres Sanierungsgebietes vorangekommen", sagt Bürgermeister Norbert Reier.

Der Weg bis zum jetzigen Gesicht des Marktplatzes war kein leichter. Viele Wünsche und Vorschläge mussten unter einen Hut gebracht werden, so der Bürgermeister. "Aber wir haben gemeinsam etwas auf den Weg gebracht, was sich sehen lassen kann", sagt Reier. Rund 180 Quadratmeter Gehwege aus Klinkerpflaster und 1400 Quadratmeter Platzfläche aus Natursteinpflaster sind entstanden. "Dabei kam zur Markierung des ehemaligen Stadtquartiers gebrauchtes dunkleres Straßenpflaster aus der Dorfstraße in Karow zum Einsatz, in den Seitenbereichen - den früheren Gassen - wurde das hellere gelbliche Pflaster aus dem 1. Bauabschnitt weitergeführt", sagt Frank Claus, Projektleiter bei der BIG-Städtebau GmbH, dem Treuhänderischen Sanierungsträger der Stadt Plau.

Gefallen soll der Platz den Einwohnern und Touristen gleichermaßen - kein leichtes Unterfangen. "Der Marktplatz ist das sensibelste Objekt der Stadtsanierung, denn er ist die gute Stube der Stadt", erklärt Baustaatssekretär Sebastian Schröder, der den Platz gemeinsam mit Plaulina einweihte. Gut neun Monate haben die Arbeiten angedauert. Der Grund: Ein Grabungsteam hat die Baustelle für rund zwei Monate stillgelegt. Mitarbeiter des Landesamtes für Natur- und Denkmalpflege haben auf einer Fläche von 600 Quadratmetern Überreste des mittelalterlichen Stadtquartiers freigelegt und eingehend dokumentiert. Dabei förderten sie Relikte zu Tage, die teilweise bis ins 13. Jahrhundert zurückdatiert werden konnten. "Ich hoffe, dass wir sie zur Neueröffnung unseres Museums in Plau präsentieren können", sagt Reier.

Mit 375 000 Euro schlägt der zweite Bauabschnitt der Marktplatzsanierung zu Buche. Aufgebracht wurde die Summe zu je einem Drittel aus Mitteln des Bundes, des Landes und der Stadt Plau. Ohne Privatinvestoren aber geht es nicht: Die Marktplatz-Neugestaltung hat bei ihnen regelrecht zu einer Trendwende geführt, so dass sie nun in die Sanierung umliegender Gebäude investieren und den zentralen Platz zum Blickfang Plaus machen. Noch ist der Marktplatz nicht vollendet. In einem dritten und letzten Bauabschnitt soll noch in diesem Jahr eine angehobene Fläche zwischen Scharrenstraße und dritter Wasserstraße ausgestaltet werden. "Wenn es im dritten Bauabschnitt gelingt, das ein oder andere Möbelstück an den richtigen Platz zu rücken, ist das Werk komplett", sagt Sebastian Schröder. Gedanken über das passende Mobiliar hat sich die Stadt bereits gemacht. Zwischen vier bereits vorhandenen Linden und zwei Blumensäulen soll ein runder Brunnen entstehen. Er wird voraussichtlich in diesem Jahr aufgestellt. Doch noch gilt es, die Gestaltung und die Finanzierung abschließend zu klären, sagt Bürgermeister Reier.

Das nächsten Sanierungsgroßprojekt steht indes bereits in den Startlöchern: Im kommenden Jahr soll mit dem Plauer Kirchplatz der dritte zentrale Platz im Stadtzentrum umgestaltet werden. Die Planungen dafür und die Abstimmungen mit der örtlichen Kirchgemeinde seien bereits angelaufen, erklärt Frank Claus. Für dieses und weitere Vorhaben aber braucht Plau am See weiterhin finanzielle Unterstützung seitens des Bundes. Der aber hat bei der Städtebauförderung erhebliche Kürzungen angekündigt. "Wir müssen zurückkommen zu den Fördermitteln, die der Bund im Jahr 2009 ausgereicht hat", sagt Sebastian Schröder. Dafür wolle sich MVs Bauminister Volker Schlotmann stark machen, verspricht er.


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