Neuer Besuchermagnet in der Altstadt

Elfi Koch und Norbert Balow sorgten für die musikalische Umrahmung.D. Kreiss
3 von 4
Elfi Koch und Norbert Balow sorgten für die musikalische Umrahmung.D. Kreiss

von
22. Mai 2010, 01:57 Uhr

Boizenburg | Die historische Altstadt von Boizenburg ist um einen attraktiven Besuchermagneten reicher. Gestern öffnete die Sonderausstellung "Fliesenkunst und Malerei" - Lothar Scholz zum 75. ihre Pforten für die Besucher. Die strömten in Scharen zur Vernissage in das Erste Deutsche Fliesenmuseum. Helen Paul begrüßte sichtlich erfreut Freunde der Fliesen und der Kunst, Vertreter aus Wirtschaft und Politik sowie zahlreiche Weggefährten und frühere Arbeitskollegen von Lothar Scholz. Der Fliesenkünstler und Maler aus Vorderhagen war die Hauptperson des Tages und fühlte sich, wie er schmunzelnd sagte, glücklich.

Scholz gibt mit dieser Ausstellung einen kleinen Überblick über sein Lebenswerk. Kurz vor seinem Jubiläum, das er im Juni begeht, sind sein Wille und die unbändige Kraft als Fliesenmaler tätig zu sein, ungebrochen, sagte Dr. Uwe Wieben. In seiner Laudatio verriet er so manche liebenswerte Anekdote über den 1935 in Boizenburg geborenen Lothar Scholz. Der bleibe sich treu, wahre seine Kontinuität in seinem künstlerischen Credo, bliebe dabei aber stets offen für Wandel und Neues. Die unverkennbare Lust an Farben und Formen in der freien Malerei und bei der Fliesengestaltung vermitteln, so Wieben, auch bei dieser Ausstellung den Besuchern den besonderen Zauber seiner Kunst. In der Malerei würde Scholz wohl wie ein Postimpressionist empfinden, der sich von Formen, Farben, Licht und Schatten, von tages- bzw. jahreszeitlichen Schwankungen und Stimmungen leiten lässt und sein Publikum damit verführt. In der Fliesenmalerei folge er traditionellen Elementen. Das künstlerische Werk von Scholz sei, wie Wieben meinte, größer und bedeutender geworden. Die Anzahl seiner Fliesenarbeiten und Gemälde zähle wohl weit über 600 Werke. Etwa ein zehntel davon ist im Fliesenmuseum zu sehen. Spürbar wird für den Betrachter, warum es ihn aus Berlin zurück in das Boizenburger Land zog. Es sind die Elbniederungen mit ihren Wiesen, den Brackwässern und den Flussläufen, die verträumte fast unberührte Landschaft. Und es sind die Menschen mit ihren großen und kleinen Probleme, vor denen er immer Hochachtung hat.

Die Sonderausstellung kann bis Mitte August besucht werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen