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Lokales

18. November 2017 | 07:50 Uhr

Neue Windräder bei Kuhbier?

vom

svz.de von
erstellt am 28.Jan.2011 | 05:53 Uhr

Kuhbier | Der Windpark von Kuhbier soll erweitert werden, gleiches gilt für den auf der anderen Bahnseite von Kuhs dorf. Jeweils fünf neue Windräder sollen hier entstehen. Die Gemeindevertreter von Groß Pankow (Prignitz) gaben dafür am Donnerstag Abend zumindest zum Teil grünes Licht, denn sie beschlossen mehrheitlich die Änderung des Teilflächennutzungsplanes ebenso wie die Bebauungspläne.

Zwar bleibt die Gemeinde - und sie sei damit eine von wenigen, wie Vertreter des zuständigen Planungsbüros in der Sitzung betonten - bei ihrer Vorgabe, dass die Windkraftanlagen 100 Meter Höhe nicht übersteigen dürften, doch die Rotoren vergrößerten sich schon. Boten sie bislang noch 35 bis 30 Meter Platz bis zum Boden, so seien es künftig nur noch 20 Meter. Das könne Probleme für den Vogelflug mit sich bringen. Ab dem Frühjahr würde deshalb in einem Radius von 500 Metern gutachterlich untersucht, welche Folgen es für Brutvögel in diesem Bereich haben könnte. Ebenso gehe es um die Fledermausfauna. Deshalb, so hieß es von planerischer Seite, könne derzeit nicht gesagt werden, ob die neuen Anlagen noch in diesem Jahr aufgestellt werden. Denn gerade, was den Fledermausflug anbelangt, könne sich der Untersuchungszeitraum bis in den Herbst hinein ziehen.

Was die Belastung für die Menschen anbelangt, gehen die Planer davon aus, dass die neuen Anlagen nicht zu mehr Schall oder Schattenwurf führen würden. Schattenwurf gebe es vor allem durch die hohen Windkraftanlagen, die in der Gemarkung Giesensdorf (Stadt Pritzwalk) stehen.

Das sieht man in Kuhbier offensichtlich nicht so. Ortsvorsteher Kurt Essel verwies auf die Lärmbelastung, die schon die alten Anlagen in Richtung Pritzwalk verursachten. Die Leute könnten nachts die Fenster nicht öffnen. "Unser Ortsbeirat hat zwar der Erweiterung zugestimmt, aber wir haben auch gesagt, dass in einer Einwohnerversammlung noch einmal darüber gesprochen werden muss", machte Essel deutlich. Er regte an, die Immissionsuntersuchung auch in Zusammenhang mit der geplanten Ortsumgehung durchzuführen. Groß Pankows Bauamtsleiter Halldor Lugowski versicherte, dass sich die Gemeinde gegen den Bau aussprechen werde, wenn die Belästigung für die Bürger zu hoch sei. Allerdings wurde in der weiteren Diskussion auch deutlich, dass Messwerte und der subjektiv gefühlte Lärm nicht selten weit auseinander liegen.

Auf die Frage von Gemeindevertreter Dr. Ingo Frahm, was die Erweiterung der Windkraftanlagen der Gemeinde bringe in der Güterabwägung zur Belastung der Bürger, verwies Lugowski auf das brandenburgische Programm zur alternativen Energiegewinnung, das die Gemeinde unterstütze. Zudem sei mit etwa 200 000 Euro Ausgleich für den Bau zu rechnen, solle es eine Komplimentärfinanzierung der Investoren für den Ausbau des Weges zwischen Kuhsdorf und Kuhbier geben.

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