Neue Weiche gestellt für Industriegebiet mit Hafen

Eine V 100-Diesellok der Eisenbahngesellschaft Potsdam rollte in den neuen Gleisabschnitt. Barbara Haak
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Eine V 100-Diesellok der Eisenbahngesellschaft Potsdam rollte in den neuen Gleisabschnitt. Barbara Haak

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16. Dezember 2010, 08:14 Uhr

Wittenberge | Auf dem Industriegebiet Süd rollt es seit dem 1. Dezember im wahrsten Sinne des Wortes rund: 1,7 Millionen Euro konnte die Stadt ausgeben, um Gleisanlagen auf dem Gelände einschließlich Auszugsgleis neu zu verlegen und um vorhandene aus den Zeiten der Zellstoff- und Zellwollewerke zu ertüchtigen. Neu entstanden ist der Gleisbogen, der die Schienenstränge am Karthane- und am Stepenitzufer verbindet. Statt komplizierter Rangiermanöver sei es mit der Investition für die Firma Biodiesel jetzt deutlich einfacher, ihre Transporte über die Schiene Richtung öffentlichem Bahnnetz abzuwickeln, sagt René Kotysch, bei Biodiesel für kommerzielle Aufgaben zuständig. Das ist der eine große Nutzen. Ebenso bedeutsam ist die Investition für die Gesamtentwicklung des Areals als Hafenstandort. Bürgermeister Dr. Oliver Hermann sprach am Mittwochnachmittag (der "Prignitzer" berichtete gestern), als er die Weiche für den Gleisbogen stellte, deshalb auch davon, dass die Ertüchtigung des Schienennetzes auf insgesamt 1,6 Kilometer Länge "für den Elbeport von enormer Bedeutung ist".

Thomas Becken als Geschäftsführer der Eisenbahngesellschaft Potsdam assistierte dem Bürgermeister an der Weiche. Und das aus triftigem Grund: Mit Beginn des neuen Jahres wird seine Gesellschaft den Hafenbahnbetrieb übernehmen. "Es ist an der Zeit, dass wir als Stadt die Aufgabe in professionelle Hände legen", sagt das Stadtoberhaupt, der steigende Transportbedarf zwinge dazu. Becken untermauert das und hebt hervor: "Mit der neuen Gleisanlage hat der Standort eine deutliche Aufwertung erfahren."

Im Hafen ist jetzt der zweite Anleger fertig geworden. Seine Nutzung kann voraussichtlich ab April 2011 erfolgen. Denn bis dahin sollen die noch ausstehenden Hochwasserschutzmaßnahmen in jenem Bereich erfolgen, Straßenzufahrt und Lagerplatz nutzbar sein. Insgesamt wird die Kommune einschließlich von Fördermitteln rund sieben Millionen Euro für den Ausbau des Hafenstandorts ausgeben.

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