Neue Partner für Flusslandschaft

Anwesend waren die Vergaberatsmitglieder (v.l.) Eta Radöhl, die Ansprechpartnerin für Partnerbetriebe beim Biosphärenreservat Elbe, Christel Drewes vom Amt Dömitz-Maliß, Ute Lindenau für Lübtheen, Anke Hollerbach, Harald Jäschke, Daniela Lau von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestmecklenburg, Rolf Nötzel für den Förderverein Biosphäre und Alfred Matzmohr vom Amt Hagenow-Land. Dr. Linda Holsten (r.) und Dr. Héléne Gibaud vom BiosphärenKontor präsentierten ihren Betrieb.
Anwesend waren die Vergaberatsmitglieder (v.l.) Eta Radöhl, die Ansprechpartnerin für Partnerbetriebe beim Biosphärenreservat Elbe, Christel Drewes vom Amt Dömitz-Maliß, Ute Lindenau für Lübtheen, Anke Hollerbach, Harald Jäschke, Daniela Lau von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestmecklenburg, Rolf Nötzel für den Förderverein Biosphäre und Alfred Matzmohr vom Amt Hagenow-Land. Dr. Linda Holsten (r.) und Dr. Héléne Gibaud vom BiosphärenKontor präsentierten ihren Betrieb.

Vergaberat beschloss Zertifizierung weiterer Partnerbetriebe für Biosphärenreservat Elbe/Neue Broschüre mit allen Partnerbetrieben da

svz.de von
09. Juli 2015, 20:59 Uhr

Am vergangenen Mittwoch traf sich der Vergaberat des Biosphärenreservats Elbe, um über die Aufnahme von drei neuen Partnerbetrieben zu beraten. Beworben hatten sich das Boizenburger Kino, die Gartenplanerin Andrea Spaethe aus Niendorf und das BiosphärenKontor.

Im Unesco-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe wird seit 2011 bundesländerübergreifend ein Netzwerk von Partnerbetrieben entwickelt. Damit verfolgt das Reservat mit interessierten Betrieben der Region eines seiner wichtigen Ziele: die Sicherung und Weiterentwicklung dauerhaft umweltgerechter Lebens- und Wirtschaftsweisen und der dafür erforderlichen Infrastruktur, einschließlich der sozialen und kulturellen Grundlagen. Die Partnerbetriebe müssen nachhaltig wirtschaften und die Ziele des Biosphärenreservats unterstützen. Ressourcenschutz und die Förderung regionaler Wertschöpfungsketten werden ebenfalls groß geschrieben.

Für eine Beurteilung der Bewerberbetriebe wurden Kriterienkataloge aufgestellt, unterteilt in zehn Branchen. Für die Erfüllung gibt es Pflicht- und Bonuspunkte.

Bewerber aus der Tourismusbranche beispielsweise werden unter anderem gefragt, ob im Betrieb wassersparende Maßnahmen zum Einsatz kommen, was unternommen wird, um eine Schadstoffbelastung des Abwassers zu vermeiden, ob „grüner“ Strom bezogen wird oder ob der Betrieb selbst Wärme bzw. Strom aus regenerativen Energiequellen erzeugt. Wichtig für alle Betriebe ist die Bereitschaft zur Kooperation mit den anderen Partnerbetrieben. Denn die gegenseitige Vernetzung ist einer der wichtigsten Gründe, warum sich Unternehmen für die Zertifizierung bewerben. Partnerbetriebe erhalten Unterstützung bei der Werbung in verschiedenen Medien und bei der Informations- und Öffentlichkeitsarbeit. So werden Aktionen und Veranstaltungen in dem jährlichen Veranstaltungsprogramm sowie auf der Internetseite des Biosphärenreservats angekündigt und mit Pressemitteilungen beworben.

Bei der Entwicklung neuer Vermarktungswege gibt es ebenfalls Unterstützung. Die Partnerbetriebe profitieren außerdem von der wachsenden öffentlichen Wahrnehmung von Biosphärenreservaten als Modellregionen, die zum Teil auch mit Fördermitteln der Regionalentwicklung ausgestattet sind.

„Für uns ist wichtig, dass wir durch die Zertifikate des Biosphärenreservats Elbe und Schaalsee den Beweis für unser nachhaltiges und umweltgerechtes Wirtschaften erbringen“, erklärte Dr. Linda Holst vom BiosphärenKontor. Das Unternehmen präsentierte sich bei der Sitzung am Mittwoch dem Vergaberat. Das BiosphärenKontor will Bio-Lebensmittel aus den beiden Reservaten Elbe und Schaalsee in kurzer Handelskette und transparent für den Verbraucher vertreiben. Begonnen haben Dr. Holst und ihre Kollegin Dr. Héléne Gibaud mit Fleischprodukten. Für ihr Image bei den Kunden ist die Zertifizierung als Partnerbetrieb immens wichtig. „Außerdem erhoffen wir uns natürlich einen positiven Marketingeffekt“, meint Linda Holst, die eigentlich Ozeanografie studiert hat.

Der Marketingeffekt ist auch der Grund für das Boize-Kino, sich als Partnerbetrieb zu bewerben. Hier wurden vom Vergaberat unter anderem sehr positiv die verschiedenen Kooperationsprojekte in der Region bewertet, die sehr gute Zusammenarbeit bei bisherigen Veranstaltungen mit dem Biosphärenreservat und das Potenzial des Kinos als Multiplikator im Netzwerk der Partnerbetriebe.

Angeregt wurde vom Vergaberat die Umstellung auf Recyclingpapier, die Prüfung eines Ökostromtarifs und die Klärung, ob eine Photovoltaikanlage auf dem Dach betrieben werden könnte. Die Prüfung der letzten beiden Punkte konnte Bürgermeister Harald Jäschke zusichern, da die Stadt Betreiber des Kinogebäudes ist.

Am Ende entschieden sich die anwesenden Mitglieder des Vergaberats einstimmig für die Zertifizierung der drei Unternehmen, die sich beworben hatten. Die Übergabe der Partnerurkunden und Partnerplaketten findet am 22. Juli im Boize-Kino statt.

Interessenten für eine Bewerbung können sich die Kriterien für ihre Branche unter www.flusslandschaft-elbe.de, ansehen. Dort gibt es auch den Bewerbungsbogen.

Anprechpartnerin beim Biosphärenreservat ist Eta Radöhl, Telefon 038847/624 849.

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