Neue Nazis politisch kaltgestellt

Für fünf Jahre wiedergewählt: Sybill Moß, alte wie neue Bürgervorsteherin der Wittenburger, verpflichtet alle Stadtvertreter (hier ihren ersten Stellvertreter Alfred Matzmohr, für die künftige Zusammenarbeit zum Wohle des Volkes. Thorsten Meier
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Für fünf Jahre wiedergewählt: Sybill Moß, alte wie neue Bürgervorsteherin der Wittenburger, verpflichtet alle Stadtvertreter (hier ihren ersten Stellvertreter Alfred Matzmohr, für die künftige Zusammenarbeit zum Wohle des Volkes. Thorsten Meier

Auch in Wittenburg hat es die NPD bei der letzten Kommunalwahl dank 239 Stimmen geschafft, in das Stadtparlament mit einem Sitz einzuziehen. Doch die Mandatsträger von CDU, SPD, Die Linke und Aktive Bürgerinitiative Werbering haben den Rechtsextremen in Person von Ramon Resesky klar gemacht, dass eine Zusammenarbeit in den Ausschüssen nicht in Frage kommt.

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10. Juli 2009, 09:00 Uhr

Wittenburg | Zwar hatte NPD-Mann Ramon Resesky sich selbst als Liste für den Bau- und Umweltausschuss sowie den Kultur- und Sozialausschuss zusätzlich vorgeschlagen, doch die 16 anderen Stadtvertreter von CDU, SPD, Die Linke und Aktive Bürgerinitiative Werbering lehnten dies einstimmig ab. Resesky war für Rainer Stanke nachgerutscht, der sein Mandat, das er 239 NPD-Wählern verdankte, nicht wahrgenommen hatte.

Auch Sybill Moß, einstimmig gewählte alte und neue Bürgervorsteherin von Wittenburg, war es sichtlich unangenehm, dem Vertreter der rechtsextremen Partei bei der Verpflichtung aller Stadtvertreter die Hand zu reichen. Als aufmerksamer Beobachter in Beraterfunktion saß übrigens Stefan Köster auf einem der Zuschauerstühle.

Zum ersten Stellvertreter der Vorsitzenden der Stadtvertreter bestimmten die Mandatsträger Alfred Matzmohr von der CDU. Als zweiter Stellvertreter wurde Günter Schroll von den Sozialdemokraten bestimmt. Den Bürgermeister Norbert Hebinck in seiner Abwesenheit als erste Stellvertreterin zu ersetzen, das ist künftig die Aufgabe von Annemarie Mumme.

Als zweitem Stellvertreter wurde an diesem Mittwoch Abend Lothar Otto das Vertrauen ausgesprochen. Der Hauptausschuss, auch das ist beschlossene Sache, wird künftig acht Mitglieder vereinen.

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