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Wismar hatte im Rennen um eine Neuansiedlung die Nase vorn : Neue Millionen-Investition in MV

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Die Hanse Drehverbindungen GmbH & Co. KG baut im Seehafen für 23,5 Millionen Euro eine Betriebsstätte zur Herstellung von Großwälzlagern. Die Produktion soll primär für Windkraftanlagen erfolgen.

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erstellt am 13.Jul.2011 | 07:53 Uhr

Wismar | Viereinhalb Jahre nach Beginn der ersten Planungen und einer überstandenen Wirtschaftskrise ist der Startschuss für eine neue Millionen-Investition in MV gefallen. So baut die Hanse Drehverbindungen GmbH & Co. KG im Wismarer Seehafen für 23,5 Millionen Euro eine Betriebsstätte zur Herstellung von Großwälzlagern. Die Produktion soll primär für Windkraftanlagen erfolgen.

Zunächst sind rund 60 neue Arbeitsplätze in der Hansestadt geplant. In einer zweiten Ausbaustufe soll die Zahl der Mitarbeiter auf 120 bis 140 steigen, sagte gestern Geschäftsführer Lars-Ulrich Kahl beim offiziellen Spatenstich. Auf lange Sicht sollen insgesamt 400 Arbeitsplätze an dem Standort entstehen. Der Produktionsstart sei für Januar/Februar 2012 vorgesehen.

In das Rennen um die Millioneninvestition war auch eine andere Stadt Norddeutschlands gegangen: Rendsburg in Schleswig-Holstein. Ausschlaggebend für den Standort Wismar sei letztlich ein riesiger Logistikvorteil gewesen. "Wir haben hier auf dem Grundstück die Anbindung von Eisenbahn, Schiffsverkehr und den Fahrzeugzugang. Wir werden Produkte fertigen mit einem Durchmesser von bis zu 4,5 Metern. Da bietet die Hafenanbindung einen ganz gravierenden Vorteil", sagte Geschäftsführer Kahl.

Das Land MV unterstützt die Neuansiedlung in Wismar mit 4,68 Millionen Euro. "Neben den ökologischen Vorteilen der Windkraftnutzung geht es insbesondere darum, Mecklenburg-Vorpommern als Kompetenzstandort für Windkraft weiter auszubauen und damit zur Schaffung von innovativen Industrie-Arbeitsplätzen beizutragen. Nur mit hochwertigen, gut bezahlten und zukunftsorientierten Arbeitsplätzen können wir den Menschen im Land eine Perspektive bieten", sagte Wirtschafts-Staatssekretär Rüdiger Möller. Nach seinen Angaben ist die Windenergie wichtigster einheimischer Energieträger im Strombereich mit einem Anteil von 33 Prozent an der gesamten Stromerzeugung im Land. Die Windkraft habe sich zu einem bedeutenden energetischen, aber auch industriellen Wachstumskern entwickelt. Nordwestmecklenburgs stellvertretender Landrat Gerhard Rappen betonte: "Diese Investition ist für die gesamte Region von Bedeutung. Ich gehe davon aus, dass die Arbeitskräfte nicht nur aus der Hansestadt, sondern auch aus dem Umland kommen werden."

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