Neue Leitung, neue Töne

Die Musik gehört inzwischen zu seinem Leben, ob sie mal sein Beruf wird, darüber  ist sich Konrad Kuhn noch nicht schlüssig.
Die Musik gehört inzwischen zu seinem Leben, ob sie mal sein Beruf wird, darüber ist sich Konrad Kuhn noch nicht schlüssig.

Mit dem neuen Schuljahr werde der Chor des Gottfried-Arnold-Gymnasiums unter neuer Leitung auftreten. Das sei gesichert, betont Antonina Zado, Vorsitzende des Vorstands des Schulfördervereins. Das Konzept des Neuen sei interessant und vielversprechend. Und ein wesentlicher Part ist da auch den Gymnasiasten zugedacht.

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07. August 2009, 08:54 Uhr

Perleberg | Die Gespräche seien geführt, man sei sich einig, der Vertrag werde vorbereitet. Bis zur Unterzeichnung wolle man den Namen des neuen Chorleiters aber noch nicht nennen. "Nur so viel, sein Konzept ist interessant. Zudem scheint er auch einen Draht zu den Jugendlichen zu haben", betont Antonina Zado. Und jene sollen künftig auch selbst mit in die Leitung ihres Chores integriert werden. Auch das sei Bestandteil des Konzeptes. "Damit kann der Chor auch agieren, wenn der Leiter einmal ausfallen sollte, wie im vergangenen Schuljahr nicht nur einmal passiert", erläutert die Vorstandsvorsitzende des Schulfördervereins.

Einer, der hier mit für den Einsatz und richtigen Ton sorgen soll, ist Konrad Kuhn. Seit der 9. Klasse ist er im Chor des Gymnasiums. Mit dem neuen Schuljahr erhält er das Stipendiat des Schulfördervereins. Monatlich 25 Euro, das ist sicher nicht die Welt. "Es ist eine Anerkennung seines Engagements", betont Antonina Zado. Und auf dieses baut man auch weiterhin.

Aus einer musikalischen Familie stammend, wurde ihm die Musik vielleicht nicht in die Wiege, aber sehr früh nahe gelegt. "Früher hatte ich nicht immer Bock darauf, heute gehört sie einfach dazu", gesteht er offen ein. Konrad spielt Gitarre, Geige und Trompete, ist im Posaunenchor der Kirche, im Landesjugendchor, wie seine beiden jüngeren Brüder Friedrich und Ludwig auch, und im Sinfonieorchester.

Als der bisherige Chorleiter vor dem Bücherfest von heut auf morgen krank wurde, da gab er den Ton vor. Ganz unbelastet ist Konrad allerdings auch auf dieser Strecke nicht. Denn als Mitglied des Posaunenchores hat er an Chorleiterlehrgängen teilgenommen. Eben ein viel beanspruchter junger Mann mit ganz vielen Interessen und dem Bestreben, was er kann, auch gut zu machen. Übrigens, nebenbei spielt er auch noch Handball und ist im Schützenverein.

Ob die Musik auch mal seinen beruflichen Werdegang bestimmen wird, das weiß er noch nicht. Abi, dann Bund und schließlich studieren, das steht für ihn fest. Hier könnte er sich unter Umständen auch Maschinenbau vorstellen. Aber wie gesagt, jetzt steht erst einmal das Abi an. Das heißt, auch für den Chor wird er sicher nicht alle Zeit der Welt haben.

Wohin es ihn nach der Schulzeit verschlägt, steht noch in den Sternen. "Darum legen wir auch großen Wert darauf, dass mehrere Schüler in der Lage sind, die Chorarbeit mit zugestalten", unterstreicht die Fördervereinsvorsitzende. Hoffnungsvolles Potenzial hätte man.

Das Konzept des Neuen, das den Förderverein durchaus überzeuge, habe aber auch seinen Preis. Im Klartext: "Die Mittel, die Stadt und VR-Bank dankenswerter Weise wieder zur Verfügung stellen, reichen nicht. So sind wir auch auf der Suche nach Sponsoren", betont die Fördervereinsvorsitzende. "Das Gymnasiums hat einen Chor, der künftig wieder mehr von sich reden machen soll, musikalisch, versteht sich."

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