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Zwei neue Ställe werden bis 2012 gebaut : Neue Halle für Redefiner Landgestüt

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Auf der Baustelle graben sich Bagger in den Boden, Lkw um Lkw fährt den Aushub weg. Schwere Technik ist hier auf dem Baufeld hinter den Stallanlagen in Redefin mit den Erdarbeiten für ein gewaltiges Projekt beschäftigt.

Redefin | Auf der großen Baustelle graben sich Bagger in den Boden, Lkw um Lkw fährt den Aushub weg. Die schwere Technik gehört der Firma MUT aus Ludwigslust, die hier auf dem Baufeld hinter den Stallanlagen in Redefin mit den Erdarbeiten für ein gewaltiges Projekt beschäftigt ist. Die Bauleute schaffen die Voraussetzungen für den Neubau einer Reithalle und zwei neuer Reitställe. "Vor 13 Tagen haben wir hier angefangen, sind aktuell dabei, auf dem Baugrund den Bodenaustausch vorzunehmen", war von Bauleiter Dirk Steckmann gestern Nachmittag vor Ort zu erfahren. "Mutterboden und Torf wird abgetragen, dann kommt Recyclingbaustoff als Füllmaterial hinein - als Untergrund für die Baufahrzeuge. Vervollständigt wird das durch zwei Lagen Geogittervlieskombinationen, danach kommt eine Lage Rundkorngemisch und zum Schluss die Schottertragschicht." Der Bodenabtrag wird auf zwei Metern erfolgen, dann wird auf 1,60 bis 1,70 Meter aufgefüllt. "Rund 16 000 Kubikmeter Erde wird abgetragen, eingebaut werden rund 25 000 Kubikmeter Material. Mit den Gründungsarbeiten wollen wir in der ersten Augustwoche fertig sein", so Dirk Steckmann. Die Ausschreibungen für die sich anschließenden Gewerke werden wohl vor Mitte August nicht beendet sein.

Für Geschäftsführerin Antje Kerber, die seit zweieinhalb Jahren an der Spitze des Landgestüts Redefin steht, und ihre Mitarbeiter ist es erfreulich, dass das lange geplante große Bauvorhaben nun endlich begonnen hat. "Hinter der großen Reithalle am Portal mit der Tribüne wird sich der neue Anbau anschließen. Es ist keine bloße Erweiterung, sondern eine zusätzliche Halle, die über einen Mittelgang mit der großen Halle verbunden sein wird", wirft Antje Kerber schon mal einen Blick voraus. "So können wir auch im Winter mit den Pferden trockenen Fußes in die Veranstaltungshalle kommen."

Das anspruchsvolle Projekt stand ganz oben auf der Prioritätenliste der Vorhaben im Gestüt, doch allein die Planungsphase hat gut drei Jahre gedauert, wie von Antje Kerber zu hören war. "Lange Zeit war die Bauherrenschaft ungeklärt. Im vorigen Jahr wurde eine Vereinbarung getroffen zwischen dem Landwirtschafts- und dem Verkehrsministerium. Diese legt fest, dass der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften das Landgestüt Redefin in der Umsetzung der Bauinvestition begleitet - und seitdem geht es vorwärts." Im letzten Jahr begann die Planungsphase, in der alle notwendigen Details ausführlich geklärt wurden. Fertigstellung des gesamten, 3,1 Mio. Euro teuren Bauvorhabens, das alle drei Objekte, die neue Halle und die beiden Ställe umfasst, soll im Frühjahr 2012 sein.

"Teilweise wird parallel gebaut, damit der Zeitplan gehalten werden kann", so die Gestütsleiterin, die sich natürlich ebenso wie ihr Mitarbeiterteam freut, dass im Jubiläumsjahr des Landgestüts, zum 200-jährigen Bestehen, dieses Vorhaben übergeben werden kann. Mit dem Neubau der Ställe werden dann insgesamt 15 neue Boxen für die Pferde entstehen. Der alte Stall 5 wird abgerissen, der neue Stall 6 wird ihn 1:1 ersetzen. "Das neue Gebäude wird auch für die Reit- und Fahrschule einen neuen Standard schaffen, als wir derzeit bieten können. Den Gästen, die mit ihren Pferden zu uns kommen, können wir größere Boxen mit mehr Luft und mehr Licht anbieten. Wir werden zudem ganz neue Auslaufflächen, so genannte Paddocks, haben, wo sich die Pferde dann stundenlang frei bewegen können."

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erstellt am 28.Jun.2011 | 05:47 Uhr

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