Neue Freundschaften in Guatemala

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31. August 2009, 08:43 Uhr

Rostock | In manchen Häusern gibt es weder ein richtiges Bett noch eine richtige Kochstelle. Dafür aber viele Bücher. Was Bildung in Guatemala für eine Bedeutung hat, davon konnten sich Schüler des Ostseegymnasiums bei einem Besuch in Mittelamerika ein Bild machen. Die Schule pflegt eine intensive Schulpartnerschaft in das mittelamerikanische Land. Vor drei Jahren waren Guatemaler zu Besuch in der Hansestadt.

Schüler des Spanischkurses berichteten mit Andrea Krönert vom Ökohaus Rostock dem Agenda 21-Rat von ihrer Reise nach Guatemala. Die Partnerschule ist eine Privatschule für indianische Kinder- und Jugendliche, sie bietet gleichzeitig eine Berufsausbildung.

Die deutschen Gäste haben mit den Schülern im Unterricht gesessen. Sie machten selbst Lehrstunden, veranstalteten gemeinsame Turniere und Spieleabende und tauschten sich über internationale Probleme aus.

Thema war der Klimawandel. Da in Guatemala viele Bäume abgeholzt werden, trägt sich in der Regenzeit die Erde ab. Die Lösung wäre, Bäume an den Hängen zu pflanzen. Deutsche Schüler brachten dafür Geld mit, dass sie durch Kuchenbasare und Flohmärkte zusammengetragen haben.

Die Schüler machten sich Gedanken über Verschwendung und Luxus und darüber, dass es ein Geschenk ist, eine Schule besuchen zu dürfen. Sie waren beeindruckt von der Gastfreundschaft und der Zufriedenheit der Menschen in Guatemala. Tränenreicher Abschied und reger E-Mail-Kontakt ist geblieben. Das Ökohaus Rostock unterstützt seit sieben Jahren das Projekt. "Ziel ist es, wirkliche Partnerschaften zu pflegen, nicht nur Geld von Norden nach Süden zu transportieren", so Andrea Krönert. "Gleichberechtigte Partnerschaft, wo beide Seiten voneinander lernen können." Außerdem Teilnehmer zu sensibilisieren für Vielfalt der Kulturen öffnen. Die Schulpartnerschaft wird jetzt in der Projektwoche vorgestellt.

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