Zwölf Stationen werden zwischen Rehna und Parchim verbessert : Neue Bahnsteige für vier Millionen

Bahnsteige werden erneuert.
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Bahnsteige werden erneuert.

Die Bahnsteige entlang der Strecke des Ostseelandverkehrs (Ola) sind zum Teil in die Jahre gekommen, brüchig und in ihrer Höhe nicht passend für Rollstuhlfahrer, Nutzer von Rollatoren oder Mütter mit Kinderwagen.

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13. Dezember 2010, 07:21 Uhr

Nordwestmecklenburg | Die Bahnsteige entlang der Strecke des Ostseelandverkehrs (Ola) sind zum Teil in die Jahre gekommen, brüchig und in ihrer Höhe nicht passend für Rollstuhlfahrer, Nutzer von Rollatoren oder Mütter mit Kinderwagen. Das soll sich ändern. Die Bahnsteige an der Strecke zwischen Parchim und Rehna sollen jetzt hochwertiger und dem Verkehr sowie den Bedürfnissen der Fahrgäste angepasst werden. Dafür werden an zwölf Bahnhöfen die Bahnsteige erneuert, so dass sie überall eine Höhe von 55 Zentimetern haben.

Gestern setzten Verkehrsminister Volker Schlotmann, der Konzernbeauftragte der Bahn Joachim Trettin und Brüsewitzs Bürgermeister Manfred Dutz symbolisch den ersten Spatenstich für diese Arbeiten, in die etwa 4,1 Millionen Euro investiert werden. Weitere 20 Millionen steckt die Bahn in den Streckenausbau, der Höchstgeschwindigkeiten von 80 und 100 Stundenkilometern anstatt bisher 60 km/h ermöglichen soll.

Mit dem ersten Spatenstich von Volker Schlotmann und Vertretern der Deutschen Bahn AG begann gestern in Groß Brütz die Modernisierung der Stationen, die noch nicht fahrgastgerecht gestaltet sind. Sowohl Schlotmann als auch Joachim Trettin betonte, dass es durch diese Verbesserung attraktiver werde, vom Auto auf die Bahn umzusteigen. Allerdings wollte der Minister nicht wie der Beauftragte der Bahn von einem Geschenk für die Region sprechen. Zwar ist das Land lediglich mit 150 000 Euro an der Erneuerung beteiligt. Im Endeffekt zahle es aber der Steuerzahler, so Schlotmann. "Deswegen denke ich, es ist gut angelegtes Geld für die Region", sagte er in Groß Brütz. Die Verlagerung, auch des Individualverkehrs auf die Schiene ist ein erklärtes Ziel des Verkehrsministers.

"Die modernen Bahnhöfe werden die Attraktivität der Bahn erhöhen und damit zur Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene beitragen", sagte Verkehrsminister Volker Schlotmann in Groß Brütz. Dass das schwierig sei, merke er an sich selber. "Ich müsste um 7.18 Uhr den Schulbus nehmen und in die Bahn umsteigen", sagt der Minister. Das Wort "müsste" zeigt, dass er zu viel Zeit auf dem Weg verbringen würde und deshalb Auto fährt.

Um die Fahrt mit der Ola attraktiver zu machen, werden die Bahnsteige in Rehna, Holdorf, Gadebusch, Groß Brütz, Schwerin-Warnitz, Schwerin-Lankow, Schwerin-Magarethenhof, Plate, Sukow, Crivitz, Friedrichsruhe und Domsühl auf eine einheitliche Länge von 100 Metern gebracht, bei Dunkelheit beleuchtet und verfügen über ein Wegeleitsystem.

An der Strecke erfolgen bis 2015 Maßnahmen an Gleisanlagen und Bahnübergängen. Zur Umsetzung des geplanten Betriebsprogramms wird im Abschnitt Gadebusch - Schwerin - Parchim eine Streckengeschwindigkeit von 100 km/h realisiert. "Ab 2015 können sich Bahnreisende über spürbar kürzere Reisezeiten freuen", versichert Bahnsprecher Burkhard Ahlert. Die Bahnstrecke Schwerin-Rehna wurde 1897, die Bahnstrecke Schwerin-Parchim 1888 bis Crivitz und im Jahr 1899 bis Parchim eröffnet.

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