Wohnen in Rostock : Neubauten sind heiß begehrt

Noch bevor überhaupt die Baugenehmigung erteilt war, hatte sich Dieter Heidenreich bereits seine Wohnung in der obersten Etage gesichert. Er ist der erste Käufer.
Noch bevor überhaupt die Baugenehmigung erteilt war, hatte sich Dieter Heidenreich bereits seine Wohnung in der obersten Etage gesichert. Er ist der erste Käufer.

Am Weißen Kreuz wurde Richtfest gefeiert. Wohnungen sind bereits verkauft.

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07. November 2015, 06:00 Uhr

Im kommenden Juni will Dieter Heidenreich seine neue Wohnung beziehen. Der 58-Jährige war der erste Käufer im Komplex, der gerade am Weißen Kreuz entsteht und gestern Richtfest feierte. Heidenreich sicherte sich sein 100 Quadratmeter großes Domizil sogar noch bevor die Baugenehmigung überhaupt erteilt war. „Das war reiner Zufall“, sagt er. Als Bankdirektor hat er geschäftlich mit Vermarkter Lutter Immobilien zu tun. „Bei einer Besprechung lagen die Prospekte mit einem herrlichen Blick auf Rostock dort und ich habe eigentlich im Scherz gesagt, wenn die Wohnung noch frei ist, nehme ich sie“, so Heidenreich. Wenig später waren die Verträge bereits unterzeichnet.

Auch die anderen 30 Wohnungen sind heiß begehrt, so Uwe Lutter, Chef von Lutter Immobilien: „Beide Häuser des ersten Bauabschnitts sind zu 100 Prozent verkauft.“ Bis 2017 sollen noch zwei weitere Häuser mit 32 Wohnungen folgen. Von diesen sind 30 Prozent schon vergeben. „Wir arbeiten seit zwölf Jahren an diesem Vorhaben“, so Lutter. Die Eigentumsverhältnisse und Gutachten zum Baugrund seien nur einige der Schwierigkeiten gewesen, die es zu bewältigen galt.

Allein die Gründungsarbeiten mit Bohrpfählen hätten vier, fünf Monate in Anspruch genommen, so Bauherr Tim Fries von der Fries Bauträgergesellschaft aus Hannover. „Das ist ein riesiger Aufwand“, sagt er. Der Rohbau habe deswegen erst im Juni starten können und damit pro Geschoss nur drei Wochen in Anspruch genommen. „Der Weg war recht weit“, so Fries. Ursprünglich seien bis zu sechs Häuser geplant gewesen, nun werden insgesamt vier gebaut. „Das tut der ganzen Anlage gut“, sagt der Bauherr.

Verhandelt wird derzeit noch mit der Stadt über den Verlauf der Anbindungsstraße. „Dazu werden wir uns noch verständigen“, sagt Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Er sieht die Neubauten als Zentrum eines Gebiets, das sich mit den geplanten Wohngebieten rund um die alte und neue Molkerei oder die Alte Zuckerfabrik in den nächsten zehn Jahren extrem verändern werde. Bewohner Dieter Heidenreich schreckt das nicht. Wie viele andere der neuen Bewohner plant der 58-Jährige, sein neues Domizil als Altersruhesitz zu nutzen. „Das ganze Haus ist ja altersgerecht und mit Fahrstuhl ausgestattet“, sagt er.

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