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Junge Familie aus England übernahm das Prahst-Haus in Bützow : Neuanfang in ihrem Traumhaus

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Die Prachtvilla in Bützow hat alles, was man sich wünschen kann: das Flair alter Zeiten, eine wunderschöne Architektur, viel Platz und ein riesiges Grundstück rundum. Wenn nur der Verkehrslärm nicht wäre...

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erstellt am 15.Jul.2011 | 09:38 Uhr

Bützow | Ein wunderschönes Haus in der Bützower Bahnhofstraße nennen seit kurzem Michel Kilindo (42) und Neil Coxhead (43) ihr eigen.

Die aus England stammende, mehrsprachige Familie, zu der auch die vierjährige Olivia und der 15 Monate alte Otis gehören, zog aus Schwerin in die Warnowstadt. Nachdem sich die Familie vergrößert hatte, hätten sie ein größeres Zuhause gesucht, sagt Michel Kilindo. Und nach ihren Schwerin-Erfahrungen sollte dies unbedingt in Mecklenburg sein, "weil es hier so schön ist".

Das leerstehende Haus im Internet entdeckt

Als sie dann vor über einem Jahr bei der Suche im Internet das herrliche Anwesen mit seinen 5000 Quadratmetern Grundstück an der Warnow entdeckt hatte, sei sie so begeistert gewesen, dass sie ihren Mann mitten in der Nacht geweckt habe, um ihm mitzuteilen: "Wir haben unser Traumhaus gefunden", erzählt die junge Frau.

Vor kurzem nun zog die Familie ein in die Prachtvilla, die der namhafte Landbaumeister Adolf Prahst 1895 für den Pächter der gegenüberliegenden großherzoglichen Mühle errichtet hatte, und die seit ein paar Jahren leer stand.

Waren die Kilindo-Coxheads bisher viel in der Welt unterwegs, so wollen sie nun in ihrem neuen Zuhause sesshaft werden. Hat ihr Anwesen doch alles, was das Paar sich wünscht: das Flair alter Zeiten, eine wunderschöne Architektur, viel Platz und ein riesiges Grundstück rundum, das über einen kleinen Stichkanal sogar Anschluss an die Warnow hat. "Irgendwann werden wir hier auch mal Boot fahren", freut sich Michel Kilindo schon.

Jetzt steht erstmal viel Arbeit bevor

Jetzt aber stehen für sie und ihren Mann erstmal noch die Arbeit im Vordergrund: Die Diele steht noch voller Möbel und das ganze Erdgeschoss wartet darauf, komplett saniert zu werden. Dafür ist das Obergeschoss wenigstens schon soweit notdürftig hergerichtet, dass man erstmal darin wohnen kann: Fröhlich laufen Olivia und Otis über die Holzdielen, stürzen sich ausgelassen auf ihre bunten Sitzkissen und die kleine Couch und finden es offenbar ganz normal, dass nebenan in den Räumen noch alles auf die Handwerker wartet.

"Die Küche hier soll einmal das Zimmer von Otis werden", sagt die junge Mutti. Was klar macht, wie viel Arbeit noch bevor steht.

Dennoch genießt Neil Coxhead, der als Computerexperte von zu Hause aus für eine Hamburger Firma arbeitet, von seinem Arbeitszimmer aus bereits den schönen Blick in die Landschaft hinter dem Haus. Seitdem der alte Schuppen auf dem Hof abgerissen wurde, offenbart sich erstmals die ganze Weite der Landschaft, die die neuen Hausbesitzer zutiefst genießen.

Eines aber stört sie: Der unverhofft laute Verkehrslärm in der Bahnhofstraße vor dem Haus. "Das ist uns bei der Besichtigung an einem Wochenende nicht aufgefallen", sagt Michel Kilindo. Mildern möchten sie den Straßenlärm jetzt bei der Sanierung des Hauses durch den Einbau von dreifach verglasten Fenstern. Und das Ehepaar hofft, dass es dafür das Okay von der Denkmalpflege kriegt. "Man muss ja in so einem Haus auch wohnen können", so Michel Kilindo. Wie extrem die Lärmbelästigung sei, habe ja auch schon die Verkehrszählung durch das Landesamt für Umwelt und Naturschutz (Lung) Güstrow ergeben (wir berichteten). "Von außen würden die neuen Fenster genauso aussehen wie jetzt, da wäre gar kein Unterschied", so die Inhaberin der Villa.

Neu gestalten will das Ehepaar den Garten hinter dem denkmalgeschützten Haus. "Er soll ein Bauerngarten werden", schwebt Michel Kilindo vor.

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