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Moorwald im Biosphärenreservat Schaalsee soll gerodet werden : Naturschützer kritisieren Torfabbau

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Der BUND hat den anhaltenden Torfabbau in MV kritisiert. Anlass dafür sind aktuelle Anträge von Unternehmen der Torfindustrie. So wolle eine Firma im Biosphärenreservat Schaalsee 29 Hektar Moorwald bei Breesen roden.

Gadebusch | Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat den anhaltenden Torfabbau in MV kritisiert. Anlass dafür sind aktuelle Anträge von Unternehmen der Torfindustrie. So wolle eine Firma im Biosphärenreservat Schaalsee 29 Hektar Moorwald bei Breesen roden. Ein Rostocker Unternehmen habe die Fällung von 63 Hektar Moorwald im Naturschutzgebiet Göldenitzer Moor beantragt. Anschließend sollen die Moore weiter ausgetorft werden. Mit einer Online-Aktion will der BUND bei Torfunternehmen und Genehmigungsbehörden gegen die Ausbaggerung der Moore protestieren. Nach Meinung der Naturschützer würden Moore vorrangig für die Produktion von Blumenerde geopfert.

In MV erfolgt der Torfabbau in acht Tagebauen in den Kreisen Nordwestmecklenburg, Bad Doberan, Nordvorpommern und Mecklenburg-Strelitz. Dort werden jährlich bis zu 120 000 Kubikmeter Torf gewonnen. Dies sind 42 Prozent des deutschlandweiten Torfabbaus. Die Genehmi gungen dafür erteilen das Bergamt MV in Stralsund sowie Forst- und Naturschutzbehörden.

Mit der Protest-Aktion will der BUND auch auf die herausragende Rolle der Moore für den Klimaschutz verweisen. Moore können in großem Umfang Kohlenstoff speichern. "Der Abbau von Torf, insbesondere in Schutzgebieten widerspricht in extremer Weise den Bemühungen des Landes, die Moore und die biologische Vielfalt zu erhalten und muss deshalb unbedingt eingestellt werden", fordert Arndt Müller vom BUND.

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erstellt am 14.Jun.2011 | 12:08 Uhr

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